Düren - Lesen verbindet Generationen

Lesen verbindet Generationen

Von: Sandra Kinkel
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Musizieren, Singen und Vorlesen – rund 30 Kinder besuchten am Donnerstag das Seniorenheim Holzbendenpark in Düren. Foto: Sandra Kinkel
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Musizieren, Singen und Vorlesen – rund 30 Kinder besuchten am Donnerstag das Seniorenheim Holzbendenpark in Düren. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Für Kathrin Sieger ist der besuch im Seniorenheim Holzbendenpark eine echte Herzensangelegenheit. „Ich hoffe“, sagt die 14-jährige Schülerin des Stiftischen Gymnasiums, „dass wir den alten Menschen wirklich eine Freude machen können.“

Seit etwa zwei Jahren haben die beiden Lehrer Anne Buß und Dr. Achim Jaeger am Stiftischen Gymnasiums das Projekt „Leselupe“ ins Leben gerufen. Vier Mal im Jahr, nämlich vor den Oster-, Sommer-, Herbst- und Weihnachtsferien, besucht Schülerinnen und Schüler die Bewohner des Seniorenheimes, singen ihnen Lieder vor, lesen Gedichte oder unterhalten sich einfach mit den alten Menschen.

Von Anfang an dabei

Kathrin Sieger beteiligt sich von Anfang an an dem Projekt, genau wie ihre Klassenkameradinnen Jessica Klein (14) und Hanna Randerath (13) übrigens auch. „Mir hat das Projekt direkt gefallen“, sagt Jessica Klein. „Ich hoffe, dass wir Generationen verbinden können.“

Begonnen hat der Vormittag im Seniorenheim mit einigen Weihnachtsliedern, die die Kinder einstudiert hatten. „Ich finde es immer besonders schön, wenn die alten Menschen mitsingen“, sagt Jessica Klein. „Oder auch die Gedichte mitsprechen können.“ Hanna Randerath besucht vor dem Vormittag im Seniorenheim immer ihre eigene Oma. „Die frage ich dann, welche Gedichte sie selbst von früher noch kennt. Da kann ich dann sicher sein, dass die Leute im Altenheim die auch kennen.“

Die drei Mädchen, die am Donnerstag bereits zum sechsten Mal in dem Seniorenheim an der Stürtzstraße zu Gast waren, erinnern sich noch gut an ihren ersten Besuch. „Wir waren schon aufgeregt“, sagt Hanna Randerath. „Wir wussten, dass viele Menschen in dem Seniorenheim dement sind, aber mehr auch nicht. Und das ist halt etwas ganz anderes, als wenn ich mit meinen Freunden rede.“

Hanna Randerath erinnert sich auch daran, dass bei einem ihrer ersten Besuche eine Frau angefangen hat zu weinen. „Damals wusste ich überhaupt nicht, was ich machen sollte, heute könnte ich damit umgehen“, sagt Hanna Randerath. „Ich glaube, man braucht einfach ein bisschen Erfahrung.“ Fiel es den jungen Mädchen anfangs schwer, Gesprächsthemen zu finden, hatten sie am Donnerstag überhaupt keine Probleme, mit den alten Herrschaften ins Gespräch zu kommen. Jessica Klein: „Wir haben uns über Plätzchenrezepte unterhalten. Und über unsere Wünsche zu Weihnachten.“

Weihnachtsstimmung steigt

Kathrin Sieger, Hanna Randerath und Jessica Klein freuen sich immer auf die Besuche im Seniorenheim. „Ich hoffe, dass wir den alten Leuten eine Freude machen“, sagt Hanna. „Aber mir bringt der Besuch auch etwas. Wenn die Menschen lachen, weil sie sich über unseren Besuch freuen, dann steigert das meine Weihnachtsstimmung auch.“

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