Düren - Leopold-Hoesch-Museum: Gedankenaustausch zum Thema Baukultur

Leopold-Hoesch-Museum: Gedankenaustausch zum Thema Baukultur

Von: sj
Letzte Aktualisierung:
Leopold Hoesch Museum
Im Leopold Hoesch Museum diskutierte das Innenstadtforum über das Thema Baukultur. Foto: Archiv

Düren. Über die Frage, welche Orte der Stadt er als „urban“ bezeichnen würde, musste Dürens Baudezernent Paul Zündorf beim jüngsten Innenstadtforum nicht lange nachdenken. Das beste Beispiel sei der Wochenmarkt, findet Zündorf.

„Es gibt eine vielschichtige Nutzung der Stadt zu diesem Zeitpunkt, viele Besucher sind da, die Gastronomie ist stark frequentiert.“ Mit anderen Worten: Es herrscht Leben in der Innenstadt, Düren präsentiert sich von seiner Schokoladenseite.

Beim Gedankenaustausch zwischen Bürgern, Politikern, Händlern, Firmenlenkern und Stadtplanern im Leopold-Hoesch-Museum zum Thema Baukultur lautete eine der zentralen Fragen: Wie kann die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt verbessert werden? Der Masterplan Innenstadt, der aktuell entwickelt wird, setzt unter anderem auf eine Modernisierung des Wohnbestands und eine Wohnumfeldverbesserung, um das Wohnen in der Stadt für alle Altersgruppen wieder attraktiver zu machen (wir berichteten).

Aber auch die Gestaltung und Nutzung der Plätze und Parkanlagen müsse genauer betrachtet werden. „Der Kaiserplatz und der Marktplatz sind sich zu ähnlich“, ist Stadtplaner Dr. Harald Heinz überzeugt. Sowohl von der Gestaltung als auch von der Nutzung her. Ihm schweben beispielsweise Wasserspiele vor dem Rathaus vor, die dem Platz ein neues Gesicht und eine neue Atmosphäre geben würden. Generell müsse es mehr Orte der Kommunikation und des Austauschs geben. Orte, „an denen kein Verzehrzwang besteht.“ Orte, die Menschen gerne aufsuchen, um dort zu verweilen.

„Düren hat sehr schöne und sehr große Parkanlagen“, führte der Stadtplaner aus, diese seien aber „in mancher Hinsicht problematisch“. Beispiel Holzbendenpark: Die Eingänge des Parks wirkten eher wie „tote Sackgassen“. Heinz sprach von einer „Resozialisierung des öffentlichen Raums“. Die Bürger müssten diesen wieder für sich gewinnen, sei es in den Parks, sei es in der Innenstadt. Gastronomische Angebote und Grünanlagen gehörten dabei zusammen, müssten zusammengeführt werden. Dürens Baudezernent fügte hinzu, dass sich Bürger in den Parks und Grünanlagen auch „wohl- und sicherfühlen sollen“. Auch dieser Punkt stehe auf der Tagesordnung.

In einem Gedankenaustausch arbeiteten Dürens Baudezernent Paul Zündorf und der Architekt Professor Wolfgang Meisenheimer heraus, dass das Thema Baukultur kaum per reiner Verordnung angegangen werden könne. Die (qualitative) Weiterentwicklung des Stadtbilds sei ein Prozess, an dem sich viele Akteure beteiligen müssten. „Satzungen sind gut, um Auswüchse zu verhindern“, bilanzierte Meisenheimer.

Doch neben Satzungen und Vorschriften beispielsweise zur Frage der Werbeanlagen, zu Werbetafeln auf den Gehwegen und zur architektonischen Gestaltung müsse es stets auch Beratungsangebote geben, betonte Zündorf. „Gute Ergebnisse sind nur im Dialog zu erreichen“, ist Wolfgang Meisenheimer überzeugt. Der Entstehungsprozess des Masterplans habe diesen Dialog angestoßen.

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