Langerwehe - Lehreraustausch soll den Horizont erweitern

AN App

Lehreraustausch soll den Horizont erweitern

Von: kin
Letzte Aktualisierung:
5240496.jpg
Lothar Follmer (links) und einige seiner Kollegen von der Europaschule Langerwehe unterrichten demnächst im niederländischen Geleen.

Langerwehe. Die Lehrerinnen und Lehrer an der Europaschule Langerwehe gehen neue Wege. Die Gesamtschule der Töpfergemeinde plant mit dem „Graaf-Huyn-College“ im niederländischen Geleen einen richtigen Lehreraustausch. Will heißen: Die Pädagogen der Euroapschule unterrichten rund zwei Wochen in Holland und umgekehrt.

Susanne Nehls-Bahyani von der Europaschule: „Wir haben schon länger Kontakt zu dieser Schule, allerdings bisher nur in Form eines Sport- und Sprachentags. Irgendwann ist dann der Gedanke entstanden, dass auch die Lehrer einmal einen Austausch machen können.“

Und diese Idee wird nun immer konkreter. Das Schulleitungsteam aus Geleen hat die Kollegen in Langerwehe besucht, jetzt waren zehn Lehrer von der Europaschule für einen Tag am „Graaf-Huyn-College“. Demnächst soll dann auch der Unterrichtsaustausch stattfinden. „Das ist“, sagt Susanne Nehls-Bahyani, „natürlich mit sehr viel Organisation verbunden.“ Zunächst solle der Lehreraustausch nur in den Fremdsprachen und eventuell im Sportunterricht stattfinden. Nehls-Bahyani: „Einfach, weil es natürlich auch sonst Sprachprobleme gibt.“

Interessante Beobachtungen

Bei ihrem Besuch in den Niederlanden haben die Lehrer aus Langerwehe viele interessante Beobachtungen gemacht. „Die Ausstattung der Schule“, sagt Englischlehrer Jörg Mennecke, „ist sehr gut. Die Schule arbeitet mit Sponsoren zusammen und verfügt über wirklich gute Werkräume.“ Auch das Unterrichtsniveau, zum Beispiel im Fach Englisch, kam Mennecke besonders hoch vor. „Das fand ich erstaunlich. Vor allen Dingen die Grammatik hatten die Schüler sehr gut drauf.“

Sehr vorteilhaft fanden die Lehrer aus Langerwehe, dass ihre niederländischen Kollegen keine Pausenaufsichten führen müssten. „Auch für die naturwissenschaftlichen Fächer“, so Follmer, „gibt es Assistenten, die zum Beispiel für den Versuchsaufbau zuständig sind.“ Das „Graaf-Huyn-College“ verfügt zu dem über eine eigene App, mit der die Eltern direkt darüber informiert werden, ob ihre Kind zum Beispiel zu spät zum Unterricht gekommen ist. „Für die Lehrer“, so Jörg Mennecke, „fallen viel weniger Verwaltungsaufgaben an als bei uns. Das ist natürlich ein Vorteil.“ Ein Nachteil sei aber dagegen, dass die niederländische Lehrerausbildung nicht so gut sei wie die deutsche. „Das komplette Referendariat fehlt“, sagt Biologie- und Chemielehrerin Angelika Greif. „Das mag einer der Gründe dafür sein, dass der Unterricht in Geleen schon sehr viel frontaler ist, als hier bei uns in Langerwehe.“

In Sachen Methodik, das glauben jedenfalls die Pädagogen aus Langerwehe, könne man beim Lehreraustausch auch am meisten voneinander lernen. „Ganz sicher kann man davon profitieren, auch einmal in einem anderen Land zu unterrichten“, so Lothar Follmer. „Weil man einfach neue Erfahrungen und neue Eindrücke sammelt. Und die kommen dann ganz bestimmt auch unseren Schülern in Langerwehe zu Gute, wenn wir dann wieder zurück sind.“ 

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert