Düren - Lebertag: Erkrankungen oft spät festgestellt

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Lebertag: Erkrankungen oft spät festgestellt

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Hoffen auf viele Besucher beim Lebertag: Leitender Oberarzt Dr. Horst Kinkel, Chefarzt Wolfgang Barnyi, Oberärztin Gabriele Hanenberg, Assistenzärztin Dr. Hafize Ugur und Geschäftsführer Uwe Stelling (v.l.)

Düren. Die Klinik für Gastroenterologie am Krankenhaus Düren, Roonstraße 30, veranstaltet am Samstag, 16. Mai, von 10 bis 13 Uhr in den Räumen der Endoskopie (Erdgeschoss) eine Lebertag. Es gibt Informationsstände und es werden unterschiedliche Diagnoseverfahren wie Leberpunktion oder Ultraschall vorgestellt. Der Eintritt ist frei.

Assistenzärztin Dr. Hafize Ugur wird für türkische Patientinnen und Patienten einen Vortrag in deren Muttersprache halten.

Chefarzt Wolfgang Barényi: „Wir wollen an unserem Lebertag eine Atmosphäre schaffen, bei der Patienten ganz ungezwungen die Gelegenheit bekommen, mit Ärzten zu sprechen und alle Fragen rund um die Krankheiten von Leber und Galle zu stellen. Gleichzeitig wollen wir verstärkt auf das Organ Leber aufmerksam machen, weil Krankheiten von Leber und Galle oft ohne spezielle Beschwerden entstehen und die Patienten gar nicht merken, dass sie krank sind.”

Jährlich rund 2000 Fälle

Fast vier Millionen Menschen in Deutschland sind leberkrank, allein in der Klinik für Innere Medizin II in Düren von Chefarzt Barényi werden jedes Jahr 2000 Männer und Frauen, die an der Leber erkrankt sind, behandelt. Damit ist die Dürener Klinik neben den Universitätskrankenhäusern das größte Leberzentrum der Region.

Zwei Mal in der Woche halten Chefarzt Wolfgang Barényi, Dr. Horst Kinkel und die Oberärztin Gabriele Hanenberg auch eine eigene „Lebersprechstunde” ab. „Menschen mit Lebererkrankungen leiden zum Beispiel unter Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Übelkeit und einem Leistungsknick. Aber eigentlich kann man Lebererkrankungen nur anhand der Laborwerte feststellen.” Dr. Horst Kinkel ergänzt: „Die Dunkelziffer bei Menschen mit Lebererkrankungen ist sehr hoch. Auch deswegen ist es wichtig, dass wir mit unserem Lebertag verstärkt darauf aufmerksam machen.”

Vor allem Entzündungen, Übergewicht, Medikamente und regelmäßiger Alkoholgenuss können der Leber zu schaffen machen. Zu den häufigsten Erkrankungen zählen die Fettleber, die bei rechtzeitiger Diagnose heilbar ist, die Hepatitis und die gefährliche Leberzirrhose, bei der das Organ allmählich schrumpft und schließlich aufhört zu arbeiten.
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