Lebensretter jetzt im Kleinbus unterwegs

Von: sas
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Landrat Wolfgang Spelthahn (r.
Landrat Wolfgang Spelthahn (r.) bringt den Scheck, und die DLRG-Verantwortlichen freuen sich über den neuen Bus. Foto: Sarah Schmitz

Niederzier. Darauf haben die rund 80 Jugendlichen lange gewartet: Nach der Gründung 2009 können die zahlreichen Einsätze der DLRG Ortsgruppe Niederzier ab sofort durch das erste, eigene Fahrzeug optimiert werden. Denn ein zwölf Jahre alte VW-Bus stellt die Erreichbarkeit des Hallenbades Jülich, des Schulzentrums des Kreises Düren und der Ausbildungsstätte der Lebensretter in Hambach sicher.

Des Weiteren soll das Fahrzeug für den Wachdienst am Blausteinsee und an der Nord- und Ostsee genutzt werden. Da alle Mitarbeiter ehrenamtlich in der Schwimmausbildung tätig sind, war die Organisation von privaten Fahrgelegenheiten bisher stets eine Belastung. Insofern war das Projekt „Bus” bereits seit langem ein besonderes Anliegen der DLRG Ortsgruppe Niederzier.

Erst die Spende der Jugend- und Sportstiftung der Sparkasse Düren in Höhe von 3000 Euro ermöglichte die Anschaffung des Busses im Wert von 5200 Euro. Die übrigen Kosten wurden von den Mitgliedsbeiträgen und kleineren Spenden gedeckt. „Die Hilfe, die den anderen Menschen Hilfe bringt” nannte der Pfarrer der Gemeinde Niederzier, Andreas Galbierz, das neue Fahrzeug.

Fahrzeug umgerüstet

Anlässlich eines kleinen Festaktes überreichten Landrat Wolfgang Spelthahn, der Vorsitzende des Kuratoriums, und der Vorstand der Dürener Sparkasse, Udo Zimmermann, den Scheck der Jugend- und Sportstiftung. Die Geschäftsführerin der DLRG Ortsgruppe Niederzier, Ramona Denzer, dankte im Name aller Jugendlichen. Da die DLRG kaum auf öffentliche Gelder Anspruch erheben kann, ist sie auf derartige finanzielle Unterstützung angewiesen. Als nächstes plant man, so sagte der Vorsitzende Frank Josef Breuer, die Anschaffung einer Anhängerkupplung, um in Zukunft Trainingsgeräte leichter transportieren zu können. In ihrer Freizeit hat die DLRG-Ortsgruppe ihr erstes Mannschaftsfahrzeug umgerüstet.

Nicht nur in der Region

„Wir machen Wasserfreizeit sicher. Ehrenamtlich!” Diesen Slogan setzt die Ortsgruppe Niederzier nicht nur in der hiesigen Region um. Neben dem Wachdienst am Blaustein See nehmen die Jugendlichen auch am zentralen Küstenwachdienst teil. Zwei bis drei Wochen, zwölf Stunden am Tag, unterstützen sie die DLRG an der Nord- und Ostsee.

Zu ihren Aufgaben gehören dort die Bewachung der Badezone, das Leisten von Erster Hilfe beispielsweise bei Schnittverletzungen oder das Suchen nach verloren gegangenen Kindern. Außerdem bietet die DLRG Ortsgruppe Niederzier zahlreiche Lehrgänge an.

Derzeit wird neben der Schwimmausbildung ein Gerätetauchlehrgang angeboten, der große Nachfrage fand. Um das „Indeland” gegebenenfalls beim Einrichten eines Sees organisatorisch zu unterstützen, ist ein Leistungszentrum in Inden geplant.
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