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Larue: „Wer so spart wie wir, braucht eine Perspektive”

Von: inla
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Bürgermeister Paul Larue beim Neujahrsempfang im Rathaus. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Mit einem Appell an die Kölner Bezirksregierung, den Haushalt der Stadt Düren für 2010 zu genehmigen, arbeitete Bürgermeister Paul Larue die wohl wichtigste Botschaft des gestrigen Neujahrsempfanges im Rathaus heraus. Nur dann hätten die bisherigen Sparbemühungen einen Sinn. Er wisse nicht, ob Politiker des Rates noch einmal die Hand heben würden, wenn noch mehr gespart werden müsste.

Das wäre der Fall, wenn die Aufsichtsbehörde den Haushalt nicht durchwinkt. Die Stadt will bis 2014 einen ausgeglichenen Haushalt darstellen, die Bezirksregierung verlangt das bis 2013. Darum dreht sich ein Streit.

Im vergangenen Jahr hat die Stadt ein umfängliches Sparpaket geschnürt. Um knapp 14 Millionen Euro soll sich die Finanzlage verbessern. „Dazu stehen wir”, sagte Larue am Mittwoch vor Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung, Schulen und Politik, und wies darauf hin, dass das Ende der Fahnenstange damit erreicht sei. Schon jetzt gebe es „schmerzhafte Einschnitte”. Larue: „Ich kann gerne zeigen, was mir Dürener Bürger geschrieben haben, nachdem wir die Grundsteuer und die Parkgebühren erhöht haben.”

Die laufenden Gespräche mit der Kölner Behörde bezeichnete Dürens Bürgermeister als „schwierig, gelinde gesagt”. Larue betonte, die Stadt ginge „diesen finanziell schwierigen Weg”, müsse aber eine Perspektive haben. Die sei nur mit einer Genehmigung des Haushaltes zu erreichen.

In seiner Ansprache ging der Verwaltungschef außerdem darauf ein, dass sich die wirtschaftliche Lage, „auch in Düren”, stabilisiert habe. Die etwa 13 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket, die in Infrastruktur (unter anderem Neugestaltung Museumsvorplatz) und in Bildung (energetische Sanierung von Schulen) gesteckt werden, bezeichnete Larue als Segen.

In diesem Jahr wird zudem in die Hauptfeuerwache an der Antwerpener Straße, in die gegenüberliegende Skateranlage oder in Spielplätze investiert. Dass im Rathaus weiter gespart würde, belegte der Bürgermeister an einem Beispiel: „Früher, vor gar nicht so langen Zeiten, hatte die Stadt fünf Beigeordnete, heute sind es noch zwei.” Dies zöge sich durch die gesamte Verwaltung. Nächstes Jahr wird der Neujahrsempfang nicht wieder in der Stadtverwaltung stattfinden können. Das Gebäude wird dann saniert.
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