„Langerweher Tafel“: Hilfe für rund 300 Männer und Frauen

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
4800288.jpg
Die Lebensmittelausgabe findet in der Kulturhalle statt. Foto: Kinkel

Langerwehe. In der ersten Märzwoche soll es losgehen. Dann möchten Ursula Schober und ihre Mitstreiter vom Verein „Langerweher Tafel“ zum ersten Mal im Foyer der Langerweher Kulturhalle eine Lebensmittelausgabe durchführen. „Die Planungen laufen auf Hochtouren“, so die Vereinsvorsitzende Ursula Schober. „Aber wir haben auch noch jede Menge zu tun.“

Die Idee, auch in Langerwehe eine Tafel für bedürftige Menschen einzurichten, ist im Rahmen der Initiative „Zukunftswerkstatt Langerwehe“ entstanden. Rund zwei Monate haben die elf Vorstandsmitglieder des Vereins intensiv an den konkreten Vorbereitungen gearbeitet. „Wir wissen“, sagt Ursula Schober, „das schon jetzt weit über 100 Männer und Frauen aus Langerwehe die Hilfe von den Tafeln in Eschweiler, Düren und Jülich in Anspruch nehmen.

Von der Gemeinde haben wir die Auskunft bekommen, dass es um die 300 Bedürftige bei uns gibt. Der Bedarf für eine eigene Tafel in der Töpfergemeinde ist also wirklich gegeben.“ Bedürftig ist, wer Hartz IV bezieht oder eine ganz geringe Rente bekommt. „Wir möchten auch Menschen helfen“, so Ursula Schober, „die plötzlich und unverschuldet in Not geraten sind.“ Wichtig sei nur, dass die Bedürftigkeit nachgewiesen werden könne. „Dann bekommen die Menschen von uns einen Ausweis, der sie zum Abholen der Lebensmittel berechtigt.“ Die Ausweise sollen wenige Tage vor der ersten Lebensmittelausgabe ebenfalls im Foyer der Kulturhalle verteilt werden. Derzeit arbeiten die Mitarbeiter des Vereins „Langerweher Tafel“ an einem Informationsblatt, das überall in der Gemeinde verteilt werden soll.“

Die Lebensmittelausgabe wird immer mittwochs im Foyer der Kulturhalle erfolgen. Ursula Schober: „Wir haben schon mit den großen Lebensmittelgeschäften in Langerwehe gesprochen und alle wollen uns unterstützen.“ Man habe sich deswegen entschieden, nur an einem Tag in der Woche Lebensmittel abzugeben, weil die Tafeln aus Eschweiler, Düren und Jülich zum Teil auch von Langerweher Supermärkten Lebensmittel bekommen würden.

„Und da möchten wir uns natürlich nicht in die Quere kommen.“ Ursula Schober sieht aber auch noch einen weiteren Vorteil in dem einen Ausgabetermin pro Woche. „Wir haben derzeit dreißig Helferinnen und Helfer, die bei uns mitmachen wollen. Mehr als zwei Mal im Monat kommt man da vermutlich nicht zum Einsatz.“ Dann allerdings, so Ursula Schober, müssten die Ehrenamtler sich schon auf einen Acht-Stunden-Tag einrichten. „Weil wir ja auch mittwochs die Lebensmittel in den Supermärkten abholen.“

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert