„Lange Nacht der Poesie” hält Düren wach

Von: jap
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Die Lyrikerin Ulla Hahn trug sich ins Goldene Buch der Stadt Düren ein. Foto: Jana Peterhoff

Düren. Die „Lange Nacht der Poesie” hielt am Wochenende Düren wach. Die Lyrikerin und Schriftstellerin Ulla Hahn war Ehrengast. Sie las „kurze, aber große Gedichte” und trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein.

„In einer Zeit, geprägt vom Prinzip der Nützlichkeit, ist die Unnützlichkeit der Lyrik ihre Stärke.” So eröffnete der Vorsitzender des Arbeitskreises Literatur des Kunstfördervereins des Kreises Düren, Gerhard Quitmann, die Veranstaltung. Die Einladung für ein Rendezvous mit der gegenwärtigen Lyrik „Lass hören” fand in Düren zum dritten Mal statt. Sieben Autoren brachen mit wertvollen Botschaften in Form von Gedichten nach Düren auf.

Über dieses Geschenk freute sich der Dürener Bürgermeister Paul Larue und nannte die Veranstaltung „einen Stern am Dürener Kulturhimmel”. Auch die knapp 500 Gäste nahmen die Geschenke der sieben Weisen dankend an. Sie lehnten sich fünf Stunden lang bequem zurück nd ließen hören.

Das Gedicht hat in der heutigen Zeit seine Zauberkraft kein bisschen verloren. Im Gegenteil: Die Reime und das Ungereimte erreichten und berührten, provozierten und bewegten die Zuhörer. Jung und Alt, Schüler und Lehrer, Politiker und Wähler, alle saßen still und hörten einmal zu. Sieben Mal hieß es von der Bühne „Lasst hören”. Bas Böttcher, Lutz Seiler, Monika Rinck, Jürgen Becker und Thomas Rosenlöcher lasen, sprachen und dichteten. Auch der in Düren geborene Prof. Michael Lenz hatte viel zu sagen, in Versen versteht sich.

Der 36-jährige Sprech- und Liedpoet Bas Böttchers provozierte und sensibilisierte. Seine „Perpetopoemile” kam gut auch bei den jungen Zuhörern an. „Von seiner Art her, seiner Ausdrucksform und Themen ist er genial”, der Burgauer Gymnasialschüler Timo Keldenich (18) fühlte sich vom jungen Poeten angesprochen.” Auch Tina Vogel (20) vom Stiftischen Gymnasium konnte ihm gut zuhören: „Aktuelle Themen, in einer modernen Hülle eingepackt und spannend vorgetragen. Man findet sich da selbst wider”.
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