Kreis Düren - Landtagskandidaten unterwegs im weltweiten Netz

Landtagskandidaten unterwegs im weltweiten Netz

Von: inla, kin
Letzte Aktualisierung:
Facebook / soziale Netzwerke
Viele Politiker mischen in sozialen Netzwerken wie Facebook mit, um ihre Botschaften zu verbreiten.

Kreis Düren. Wie wichtig sind soziale Netzwerke für Politiker? Immer öfter mischen sie bei Facebook & Co. mit, verbreiten Nachrichten, reagieren auf Anfragen oder tauschen sich mit Bekannten aus. Wie entscheidend ist ein solches Engagement im Internet für den Erfolg? Die „Dürener Nachrichten” haben Landtagskandidaten aus dem Kreis Düren gefragt.

CDU-Mann Rolf Seel ist noch nicht lange bei Facebook. Dass Informationen nach einem Schneeballsystem weitergetragen werden, findet er „hochinteressant”. Auf diese Weise könne er schauen, „was bei anderen läuft” und Ideen und Stimmen sammeln. Gleichwohl ist es für den 59-Jährigen viel Aufwand, sich um seine Seite zu kümmern. Auch nach der Wahl am Sonntag werde er sich weiter auf Facebook austauschen, so Seel.

Aus Zeitgründen nicht dabei ist Liesel Koschorreck. „Ich bin viel unterwegs und rede da mit den Menschen”, sagt die SPD-Landtagskandidatin. Natürlich habe sie mit ihrer Partei diskutiert mitzumachen. Schließlich machten immer mehr mit. „Wir schauen, wie wir das künftig organisieren können.” Der von ihr geleitete SPD-Stadtverband ist Mitglied bei Facebook, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mischt auch mit.

Die beiden Grünen-Kandidaten Gudrun Zentis und Jörg Benter loggen sich täglich ein. Die Nideggenerin hält soziale Netzwerke für ein „gutes Mittel, politische Botschaften auszutauschen”. Parteiintern habe sie durch Facebook ein „gutes Netzwerk”. So sieht es auch ihr Kollege Benter. „Ich erreiche viele Leute. Von meinen rund 600 Freunden sind 70 Prozent Grüne.”

FDP-Kandidat Egbert Bracks hat sich bisher noch nicht entschließen können, der weltweiten Gemeinschaft beizutreten. Seine Partei mache keine entsprechenden Vorgaben. Bracks „denkt über eine Teilnahme nach, wenngleich er „noch gewisse Vorbehalte hat, was mit meinen Daten geschieht”. Ähnlich äußerten sich auch seine Kollegen von CDU, SPD und Grünen.

Valerie Veithen von der Linkspartei hat weder einen Facebook- noch einen Twitter-Account. „Ich nutze das Internet in meinem Alltag schon sehr stark”, so Veithen, „aber für soziale Netzwerke habe ich einfach keine Zeit.” Der Landtagskandidat ist davon überzeugt, dass soziale Netzwerke im Wahlkampf sehr hilfreich sein könnten. „Ohne Zweifel kann man mit Facebook und Twitter sehr viele Leute erreichen. Aber bevor ich damit anfange, möchte ich mich gründlich und vernünftig mit diesem Thema beschäftigen. Und dazu fehlte jetzt einfach die Zeit.”

Marcel Schwalb ist begeisterter Twitterer und das nicht nur zu Wahlkampfzeiten. Er twittert nicht unter seinem Klarnamen, sondern als „Mandelbrötchen” und sagt selbst, dass er seinen Twitter-Accunt „auch piratig” nutzt. „Wir Piraten nutzen soziale Netzwerke regelmäßig”, sagt Schwalb. „Transparenz und Bürgerbeteiligung sind uns sehr wichtig.” Schalb kündigt per Twitter besondere Veranstaltungen seiner Partei, an, hat seinen 282 Twitter-Freunden aber auch mitgeteilt, als in Düren eine Demonstration gegen Rechte stattgefunden hat.

„Und ich komme immer wieder über Twitter mit Menschen ins Gespräch, die etwas über meine Partei wissen möchten.”, sagt Marcel Schwalb. Dass aufgrund der Aktivitäten in sozialen Netzwerken der persönliche Kontakt nicht mehr so wichtig sei, sagte keiner der Kandidaten. Im Gegenteil: Facebook oder Twitter ersetzten die private Schiene nicht. „Ich treffe mich immer noch lieber mit Freunden in der realen Welt”, sagt Jörg Benter. Für ihn ist wie für die anderen Kandidaten im Kreis Düren klar: Nach der Wahl geht es weiter mit Facebook. „Sonst wird man unglaubwürdig.”

Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter werden von Tausenden Menschen aus dem Kreis Düren rege genutzt. Diese Internetplattformen bieten jedermann die Möglichkeit, eigene Botschaften zu verbreiten.

Vor allem aber sind Facebook & Co. Möglichkeiten, sich mit anderen unmittelbar auszutauschen. In Bruchteilen von Sekunden werden Informationen über den gesamten Globus geleitet. Es ist also ohne Weiteres möglich, sich mit Freunden in Australien in Echtzeit über den Computer zu unterhalten (chatten).

Vorbehalte gibt es gegen soziale Netztwerke unter anderem deshalb, weil bisweilen unklar erscheint, was mit den Daten im Internet geschieht. Deshalb wird geraten, nichts hoch Privates hochzuladen und damit weiter zu geben.
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