Düren - Landschaftsbilder aus natürlichen Materialien

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Landschaftsbilder aus natürlichen Materialien

Von: Elmar Farber
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Der Künstler Rainer Blum stellt großformatige Landschaftsbilder und serielle Materialbilder im „Komm” aus. Foto: Elmar Farber

Düren. Wenn Rainer Blum durch die Tagebauregion Jülich/Hambach streift, hat er neben Kamera und Zeichenblock meistens auch Schaufel und Eimer dabei. Der gelernte Steinmetz und diplomierte Objekt-Designer fertigt auf seinen Streifzügen nicht nur zahlreiche Skizzen und Fotografien an, die ihm später als Vorlagen dienen.

Er sammelt auch Material. Material, das er für die großformatigen Landschaftsbilder und kleineren Serienbilder benötigt, die seit dem Wochenende im Dürener „Komm”-Zentrum zu sehen sind.

„Ich verzichte bewusst komplett auf künstliche Farben”, sagt Blum. Stattdessen verwendet er die Originalerde seiner Motive - beispielsweise der Sophienhöhe. Mit Acrylbinder erhält die Erde die richtige Konsistenz. Teilweise mit Pigmenten vermischt, wird die Farbe dick gespachtelt und ungesiebt auf die Leinwand aufgetragen. Hinzu kommen wässrige Lasuren, die den Bildern noch mehr Plastizität verleihen.

Blums Malerei verläuft in mehreren aufeinander abgestmmten Prozessen. Nach dem Auftragen der ersten Farbschicht, muss diese zunächst trocknen. Dadurch verändert sich die Struktur, es folgt eine weitere Überarbeitung.

Das kann lange dauern

„Aneignung und Anpassung” nennt Blum diesen Vorgang, der sich beliebig oft wiederholen kann und in mehreren Schichten zur Fertigstellung des Bildes führt. „Das kann auch mal ein ganzes Jahr lang dauern”, erzählt Blum, der aus Kerpen-Buir stammt und seit über zehn Jahren in Düren lebt und als freiberuflicher Künstler arbeitet. „Solange die Bilder bei mir sind, sind sie nicht vor mir sicher.”

Bis Freitag, 25. September, sind die Bilder - zu den üblichen Öffnungszeiten im „Komm”-Zentrum, August-Klotz-Straße 21, zu sehen. Neben der vom Tagebau bestimmten Region widmet sich Blum in der Ausstellung „Zwei Landschaften” außerdem seiner heimlichen zweiten Heimat - der Küstenregion in der nördlichen Bretagne beim Cap Fréhel.

Die Eröffnung der Ausstellung am Sonntagvormittag wurde musikalisch von Claus Henry Hüttel an der keltischen Harfe begleitet.
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