Heimbach - Landrat Spelthahn gegen Kraftwerk am Rursee

Landrat Spelthahn gegen Kraftwerk am Rursee

Letzte Aktualisierung:
Wolfgang Spelthahn
Landrat Spelthahn ist gegen Kraftwerk am Rursee.

Heimbach. „Ich bin eher positiv in das Thema Pumpspeicherkraftwerk am Rursee gestartet, aber nachdem ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt habe, bin ich zunehmend skeptisch geworden.“ Klare Worte von Landrat Wolfgang Spelthahn. Nach einer Exkursion zum Pumpspeicherkraftwerk im belgischen Vianden und umfangreicher Lektüre von Fachliteratur, sei er persönlich der Meinung, dass der Rursee kein geeigneter Standort für das geplante Pumpspeicherkraftwerk sei.

 „Und das ist keine Bauch-Entscheidung, weil der Bürgerprotest in Heimbach immer weiter wächst.“ Es sei vielmehr so, so Spethahn weiter, dass Projekte, die schon viel weiter fortgeschritten seien als das am Rursee, aktuell nicht mehr weiter verfolg würden. „Und zwar deshalb, weil die wirtschaftliche Perspektive von Pumpspeicherkraftwerken derzeit fraglich ist.“

Spelthahn, der ja auch Aufsichtsratsvorsitzender der Rurenergie GmbH ist, befürchtet, dass der Rursee nur als „Vorratsfläche“ für die Planungen für ein Pumpspeicherkraftwerk missbraucht würde, um das Kraftwerk dann später doch an anderer Stelle zu realisieren. „Und dann“, so Spelthahn, „sollten vom Rursee doch besser ganz die Finger gelassen werden.“ Geeigneter wäre aus Sicht des Landrats ein Standort ohne so starke touristische Nutzung, wie es sie am Rursee gibt.

Die Rurenergie GmBH, die der Kreis Düren im Jahr 2011 gemeinsam mit den Stadtwerken Düren gegründet hat, hat das Ziel, durch aktive Projekte den Klima- und Umweltschutz für den Region Düren vorranzutreiben. Zunächst gab es Überlegungen, dass die Rurenergie dem Planungskonsortium für das Pumpspeicherkraftwerk beitreten soll. „Darüber“, so Spelthahn, „werden wir in einer unserer nächsten Aufsichtsratssitzungen abstimmen, aber ich erwarte, dass meine Sichtweise von der Mehrheit des Aufsichtsrates getragen wird.“

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