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„Landeskirche hat nicht gut gewirtschaftet“

Von: kin
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Pfarrer Dr. Dirk Christian Siedler setzt sich für die Belange der Evangelischen Gemeinde in Düren ein.

Düren. Die Rheinische Evangelische Kirche hat sich auf einen Sparkurs begeben. Die Abgeordneten der Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland haben 150 Sparvorschläge in Höhe von acht Millionen Euro beschlossen. Bis 2018 sollen 20 Millionen Euro im landeskirchlichen Haushalt eingespart werden. Das sind rund 35 Prozent des Etats.

„Dieser deutliche Sparkurs“, so der Dürener Pfarrer Dr. Dirk Christian Siedler am Dienstag auf Anfrage der „DN“, „hat auf den Kirchenkreis Düren-Jülich kein Auswirkungen.“ Die Kirchengemeinden, so Siedler weiter , würden die höhere Ebene, also die Landeskirche, durch eine Umlage finanzieren. „Die Umlage, die wir zu zahlen haben, bleibt unverändert. Unter anderem deswegen, auch die Zahl unserer Mitglieder hier im Kirchenkreis relativ stabil ist.“

Viele Spender und Sponsoren

Dass die Synode beschlossen hat, die Zuschüsse für das Evangelische Missionswerk drastisch zu kürzen, hat für die Hilfsprojekte der Evangelischen Gemeinde zu Düren in Südamerika ebenfalls keine Auswirkungen. „Diese Projekte“, so Dirk Christian Siedler, „sind über Spenden sehr gut aufgestellt.“ Natürlich, darauf legt der evangelische Pfarrer großen Wert, schwimme die Dürener Gemeinde nicht im Geld. „Wir müssen auch haushalten und gut wirtschaften. Und genau das ist eben auf Landesebene nicht passiert. Deswegen gibt es jetzt da die großen Probleme.“

Keine Kirchenschließungen

Schon früh hätten sich die Verantwortlichen des Kirchenkreises Düren-Jülich um Spenden und Sponsoren bemüht. „Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wie zum Beispiel der demografische Wandel betreffen uns auch. Aber es gibt zum Glück viele Leute, die uns unterstützen, weil sie unsere Arbeit gut finden.“

Diskussionen über drohende Kirchenschließung, wie sie die katholische Kirche derzeit auch im Dürener Land führt beziehungsweise führen muss, gibt es bei den evangelischen Christen nicht. „Das ist bei uns überhaupt kein Thema“, sagt Pfarrer Siedler. „Aber wir haben ja auch nicht in jedem Pfarrbezirk eine Kirche.“ Nicht selten finden im Dürener Land evangelische Gottesdienste auch in katholischen Kirchen statt.

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