Düren - Läufer-Staus auf der Aschenbahn

Staukarte

Läufer-Staus auf der Aschenbahn

Von: Ingo Latotzki
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Viel Gedränge herrschte auf der Anlage des Dürener TV. Beim 16. Peter- und Paul-Lauf begaben sich während der dreistündigen Veranstaltung 1500 Läufer auf die Runden. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Was da am Freitagabend ab und zu passierte, wollen Läufer eigentlich nicht erleben: Manchmal nämlich staute es sich auf der 400-Meter-Bahn des Dürener TV, weil so viele Sportler unterwegs waren. Zum 16. Peter- und Paul-Lauf kamen rund 1500, die selbstverständlich gerne in Kauf nahmen, nicht wie bei anderen Laufveranstaltungen voran zu kommen. Darum geht es nicht.

Es geht darum, mit jeder gelaufenen Runde kranke und behinderte Kinder in der Region zu unterstützen. Und das ist gelungen, wieder einmal: Am Ende der dreistündigen Aktion hatten die Athleten sage und schreibe 41.219 Runden zurückgelegt, das ist Rekord und entspricht 16.487,6 Kilometern. Für jede Runde zahlen Sponsoren, die Organisator Peter Borsdorff wie immer im Vorfeld gewonnen hat.

Und so kommt die hübsche Summe von 29.387,62 Euro zusammen. „Das ist alles Wahnsinn“, sagte Borsdorff schon am Freitagabend, als er noch nicht wissen konnte, dass diese Zahlen zustanden kommen würden.

Ein buntes Bild

Auch Bürgermeister Paul Larue, wie Peter Borsdorff seit 1999 Namensgeber des Laufes, zeiget sich einmal mehr angetan, wie dieser Lauf zum Selbstläufer wurde. Borsdorff geht so weit zu sagen, die Veranstaltung sei mittlerweile Kult – und er hat Recht damit. Trotz anfangs unsicherer Witterungsverhältnisse strömten Massen auf die DTV-Anlage. Es war ein buntes Bild, viele, viele Hobbyläufer, dazu ambitioniertere Athleten, Einrichtungen, die sich um behinderte Menschen kümmern, Rollstuhlfahrer, Läufer mit sehr kleinen Kindern im Tragesack vor der Brust, Läufer mit Hund, und, und, und. Genau diese Vielfalt macht den Peter- und Paul-Lauf aus.

180 Minuten dauerte es insgesamt und als sich am Ende die beiden Schirmherren, Peter Borsdorff und Paul Larue, mit zahlreichen Kindern auf die letzte Runde machten, war klar, dass es in diesem Jahr mit den mehr als 41.000 Runden einen Rekord gegeben hatte. Die Kinder trugen 24 Schecks, die Borsdorff an verschiedene hilfsbedürftige Einrichtungen und Personen übergab.

Mehr als zufrieden lächelte Borsdorff, der diesen Freitag 71 wird, als Nadine Pelzer eine Runde mit Hilfe von Walkingstöcken und an der Seite ihres Vaters zurück legen konnte. Die junge Dame muss nach vielen Operationen im Rollstuhl sitzen und hat mit Peter Borsdorffs Unterstützung erhebliche Fortschritte gemacht. Allein drei Delfin-Therapien finanzierte der Dürener über seine Aktion „Running for Kids“, eine weitere Therapie soll 2015 folgen.

Alle 16 Peter- und Paul-Läufe haben damit ein Gesamtergebnis von 227.887 Euro erbracht. Die Gesamtsumme, die Borsdorff mit seiner Aktion „Running for Kids“ bislang zusammen getragen hat, schraubt sich mit dem Ergebnis von Freitag auf 923.180,48 Euro.

 

Weitere Infos zur Hilfsaktion unter www.runningforkids.de.vu

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