Kunstfreunde verabreden sich in Heimbach zum Flashmob

Von: Margret Vallot
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Heimbach. Wenn im Jahr 2018 die Euregio mit Aachen, Düren und Maastricht wirklich Europäische Kulturhauptstadt werden will, dann führt an Heimbach kein Weg dran vorbei. Das muss sich die Kamerafrau und Videokünstlerin Bernhardine Schippers gedacht habe, als sie zu dem Flashmob aufrief, der am kommenden Samstag in dem Eifelstädtchen über die Bühne geht.

Bernhardine Schippers ist 1955 in Köln geboren, hat in Dortmund Film studiert und ist als Kamerafrau für diverse Fernsehanstalten tätig. Ihre künstlerische Ader lebt sie in so genannten Installationen aus. „Die waren schon in Museen in Köln, Hürth, Bergheim und Blankenheim zu sehen“, erzählt die Künstlerin.

Seit Eröffnung der Internationalen Kunstakademie in Heimbach ist sie dort als Dozentin aktiv. Zugleich ist Schippers aber auch eine von vielen regionalen Kuratorinnen für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europa 2018. Und weil Künstler gern alles mit allem verbinden, und besonders gern das ganz Kleine mit dem ganz Großen, ist Schippers beim Gedanken an die Kulturhauptstadt Europa natürlich sofort die kleinste Stadt von NRW, nämlich Heimbach eingefallen.

Ein Menschenauflauf

Zeitlich war von Maastricht aus für die Aktion der kommende Samstag vorgegeben, der Tag vor der Eröffnung der großen Janosch-Ausstellung. Beide Ereignisse haben gar nichts miteinander zu tun. Gleichwohl bewirkt die Dopplung, dass nun landauf, landab erst recht viele Menschen auf das Eifelstädtchen aufmerksam werden. Ein Umstand, der Bürgermeister Bert Züll gefallen dürfte. Züll ist ja bekanntlich kein Weg zu weit, um seine Stadt positiv ins Gespräch zu bringen.

Wie auch immer: Der Flashmob wird Aufsehen erregen, er wird von mehreren Personen gefilmt und bei einem großen Fest am 2. Juni in einem Maastrichter Fußballstadion gezeigt. Und dabei hoffentlich helfen, die Bewerbung von Maastricht und der Euregio ein gutes Stück voran zu bringen.

Ein Flashmob ist übrigens ein Menschenauflauf: Dabei wird zunächst ein Aufruf von einem Urheber gestartet und via Online-Communitys, Newsgroups, E-Mail-Kettenbriefen oder per Mobiltelefon verbreitet. Es wird immer ein öffentlicher Ort als Treffpunkt und ein genauer Zeitpunkt angegeben. Meistens werden auch Infos über die Aktion selbst und mitzubringende Gegenstände angegeben. Im Zentrum von Heimbach geht es am Samstag um 15 Uhr los und es sollen selbst gebastelte, kleine Holz- und Papierboote in die Rur gesetzt und auf den Weg nach Maastricht geschickt werden.

Symbol der Verbundenheit

„Ich habe mir den Verlauf der Rur genau angesehen“, erzählte Schippers, die wegen des Flashmob derzeit ein Interview nach dem anderen geben muss. Die Rur fließt bekanntlich von Belgien aus nach Deutschland und über Heimbach nach Holland, wo sie in die Maas mündet. Die Rur ist für die Künstlerin „ein Symbol der Verbundenheit“.

Völlig unklar ist der Flashmob-Initiatorin, mit wie vielen Menschen die Heimbacher am Samstag rechnen müssen. Denn alle dürfen kommen, auch die, die bei dem Spektakel nur zuschauen wollen.

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