Nörvenich - Kunstausstellung: „Ars Sacra“, die Visionen einer Ordensschwester

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Kunstausstellung: „Ars Sacra“, die Visionen einer Ordensschwester

Von: Bruno Elberfeld
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Die Festredner Landrat Wolfgang Spelthahn, Bürgermeister Dr. Timo Czech, Pfarrer Felix Dörpinghaus, Jasmin Bodenstein und John G. Bodenstein stellten sich mit den drei Künstlern Muna Götze (2.v.r.) Rainer Arke (2.v.l.) und Schwester Maria Geroldine Ursula Dörpinghaus den Fotografen. Foto: Bruno Elberfeld

Nörvenich. Im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier „30 Jahre Europäische Kulturstiftung“ auf dem 1000-jährigen Schloss Nörvenich standen die Werke zweier Künstlerinnen und eines Künstlers. Mit ihren sakralen Gemälden angereist war die „Malende Schwester“, Maria Geroldine Ursula Dörpinghaus. Muna Götzes Anfahrtsweg von Nideggen war dagegen recht kurz.

Rainer Arke ist der Dritte im Bunde der Aussteller. Die Bilder von Rainer Arke verweisen bei genauem Hinschauen auf seine berufliche Ausbildung zum Schriftsetzer und Grafik-Designer. Arke charakterisiert seine Werke als „Fliegende Bilder“, die den Betrachter zu „PsychoMedialen Sichtweisen“ bringen sollen. Die Bilder werden lebendig, werden selbst zu handelnden Objekten gegenüber den schauenden Subjekten. Der Maler möchte mit seinen Werken – meist großformatig auf Leinwand, hier und da Collagen, die Fotografisches einbeziehen – das Bewusstsein der Augenzeugen beeinflussen.

Die katholische Ordensfrau Maria Geroldine Ursula Dörpinghaus stellt Bilder aus ihrem Werk „Ars Sacra“ (Heilige Kunst) aus. Es sind die Visionen einer Ordensschwester, seit Jahrzehnten auch als „Malende Schwester“ bekannt. Ihre Inhalte kommen aus dem christlichen Glauben, fußend auf der christlich-abendländischen Kunst, wie es Laudator Professor Dr. Hermann Schäfer nannte. Berichte aus dem Neuen Testament stehen im Vordergrund, das Kreuz oft im Mittelpunkt.

Malerin Muna Götze aus Nideggen, die mit ihren Arbeiten national und international unterwegs ist, hat ihren Objekten den Titel „Pure Emotions“ gegeben. Ihre palästinensisch-österreichischen Wurzeln seien für die farbenfrohen Gemälde verantwortlich, sagte Professor Schäfer. Sie könnten die Menschen zum Meditieren einladen. „Muna Götze hat Freude beim Malen ihrer Bilder“, interpretierte der Laudator, „und sie will diese Freude an ihre Mitmenschen weitergeben.“ Daraus hätten sich, fuhr Schäfer fort, im Laufe der Jahre viele internationale Freundschaften ergeben.

Bogen zwischen den Kulturen

Der Senior des Schlosses, Joe F. Bodenstein, knüpfte an diese Aussage an. „In den Räumen“, schwärmte er, „wo Muna Götzes Werke hängen, erleben Sie einen Rausch der Farben in Abstraktion.“ Es seien, ergänzte Joe F. Bodenstein, Werke zum Erfühlen. Zur Bekräftigung zitierte er eine Aussage Muna Götzes: „Ich versuche einen Bogen zwischen den Kulturen zu schlagen.“ „Meine Malerei betrachte ich als ein ständiges Gebet“, gab der Schlossherr ein Zitat von Schwester Maria Geroldine Ursula Dörpinghaus wieder.

Für Joe Bodenstein ist die Kunst der „Malenden Schwester“ richtungsweisend für das Christliche Abendland. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hatte es sich nicht nehmen lassen, Glückwünsche und Segen zum 80. Geburtstag der Ordensschwester nach Schloss Nörvenich zu senden. Begleitet wurde die Künstlerin von ihrem Zwillingsbruder Pfarrer Felix Dörpinghaus.

Zum festlichen Anlass „30 Jahre Museum Europäische Kunst“ auf Schloss Nörvenich hielten auch Landrat Wolfgang Spelthahn und der Nörvenicher Bürgermeister, Dr. Timo Czech (beide CDU), Reden. Musikalisch begleitet wurde der Festakt mit Vernissage von Lajos Tar. Seine Gitarrensaiten regten die „Fantasie“ an, auf seiner Drehorgel spielte Tar „Panis Angelicus, Antiphon XIII“. Das nächste künstlerische Ereignis ist das Gastspiel der „Jungen Philharmonie Köln“ am Sonntag, 10. September, ab 11.30 Uhr. Zu sehen ist die Bilderschau bis zum 30. September 2017, jeweils samstags, sonn- und feiertags zwischen 13 und 18 Uhr.

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