Kunstakademie: Züll äußert sich zum Rückkauf

Von: mv
Letzte Aktualisierung:

Heimbach. Die kleinste Stadt in NRW kauft ihre Burg zurück, in der seit drei Jahren die Internationale Kunstakademie untergebracht ist. Die Kunstakademie ist dem Kreis Düren pro Jahr 50.000 Euro wert - für die nächsten 30 Jahre. Landrat Wolfgang Spelthahn teilte Donnerstag auf Nachfrage mit, die Akademie sei bei weitem ihr Geld wert.

In der kurzen Zeit ihres Bestehens sei sie regional und überregional bekannt geworden und beliebt. Mit einem kleinen Team werde in Heimbach höchstes Niveau erreicht. Die Akademie zu fördern, das sei im Kreistag in öffentlicher Sitzung von einer sehr breiten Mehrheit der Abgeordneten beschlossen worden.

Es handele sich bei dem Unterstützungsbeitrag auch keinesfalls um eine Benachteiligung anderer Kommunen. Der Kreis fördere beispielsweise das Töpfereimuseum in Langerwehe mit einer ähnlich hohen Summe, außerdem die Burg Nideggen, das Glasmalereimuseum in Linnich, die Jugendherberge, das Schwimmbad in Kreuzau und viele andere Einrichtungen von kreisübergreifender Bedeutung. Man habe sich für 30 Jahre entschieden, „weil wir glauben, dass die Akademie diese Perspektive hat”.

Spelthahn betonte, er habe die Vertragsabwicklung seinem Stellvertreter übertragen, weil er selbst als Vorsitzender des Trägervereins der Akademie betroffen sei. Verträge, die die Stadt Heimbach mit dem Investor geschlossen habe, seien ganz und gar Sache der Stadt Heimbach.

Dort reagierte Bürgermeister Bert Züll Donnerstag auf einen Bericht der Dürener Nachrichten über den Rückkauf der Burg. Dieser Bericht enthalte falsche Behauptungen, so Züll. Nicht der Investor Marcone sei auf die Stadt zugekommen, sondern die Stadt sei auf den Investor zugegangen mit dem Wunsch, Burg Hengebach zurückzukaufen.

„Marcone ist weder in einer finanziellen Klemme, noch musste er die Anlage verkaufen”, versicherte Bürgermeister Züll, und von einer drohenden Zwangsversteigerung könne schon mal gar keine Rede sein und davon sei auch nie die Rede gewesen. Von sich aus habe der Investor gar keine Veranlassung, sich von der Burg zu trennen. „Wir versuchen, die Burg zurück zu bekommen, das ist alles”, sagte Züll mit Nachdruck.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert