Kunstakademie arbeitet an einer Steigerung

Von: Margret Vallot
Letzte Aktualisierung:
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Blick in eine der hervorragend ausgestatteten Werkstätten der Kunstakademie.

Heimbach. Vor ziemlich genau einem Jahr wurde in Heimbach die Internationale Kunstakademie eröffnet. Ein Anlass, einmal genauer hinzusehen und zu fragen, wie sich das Projekt entwickelt hat.

Hoch über der Stadt, in der bestens ausgestatteten Burg Hengebach, gehen seit dem 6. September 2009 Künstler, Künstlerinnen und Kunstfreunde ein und aus. Geboten werden unter der Leitung von Professor Dr. Frank Günter Zehnder Kurse, bei denen die Teilnehmer Spaß haben und die Möglichkeit bekommen, in ihrer Kunst eine eigene Handschrift zu entwickeln. Dass dies gelingt, ist einzelnen Rückmeldungen zu entnehmen, die in der Kunstakademie eingingen.

Wohin am Abend?

Nach Recherchen der „DN” ist es jedoch bisweilen für die Kursteilnehmer nicht ganz einfach, abends in Heimbach etwas zu unternehmen. Auch dazu gibt es entsprechende Rückmeldungen. Schließlich ist die Weiterbildung für die Kursteilnehmer nicht gerade billig: Anfahrt und Übernachtung müssen gezahlt werden, dazu die Kursgebühr und die Verköstigung.

Professor Zehnder ist ehrgeizig mit über 30 Dozenten gestartet. Drei bis fünf unterschiedliche Kurse hat anfangs jeder Dozent angeboten. Klar, dass bei einer Akademie, die sich im Aufbau befindet, längst nicht jeder Kurs sofort ausreichend Interessenten findet. Aber möglicherweise wäre ein etwas kleinerer Dozentenkreis angemessener gewesen. Man hätte die Zahl dann immer noch steigern können. Wie dem auch sei: Mancher Kurs hatte anfangs nur zwei Teilnehmer, wurde aber durchgeführt. „Wir haben das geändert, jetzt macht jeder Dozent nur noch zwei Kurse”, teilte Zehnder mit. Mit derzeit 41 Dozenten (aus 13 Nationen) wird die Akademie, laut Zehnder, wesentlich weniger Kurse anbieten als im ersten Jahr.

Die Beschränkung scheint sinnvoll, da die Akademie auch nach dem ersten Jahr noch in einem Aufbauprozess steckt und in ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland erst noch bekannt gemacht werden muss. Beibehalten wird allerdings das ungewöhnlich breite Spektrum der Kurse: Von den klassischen Künsten über Foto und Video bis hin zu Performance ist alles dabei.

Erfahrungen gesammelt

Im ersten Jahr, so Zehnder, „haben wir ausgetestet, welche Kurse beliebt sind, welche Leute wann kommen, und wo wir Schwerpunkte setzen können”. Ende Oktober wird die Akademie ihr Programm für das Jahr 2011 vorlegen. „Wir arbeiten an einer Steigerung”, sagt Zehnder. Die Erfahrungen des ersten Jahres seien berücksichtigt worden.

2009 meldeten sich 85 Personen zu den Kursen an, 2010 waren es schon 240 plus 122 Jugendliche, die in Tageskursen kreativ wurden. Für das Startjahr seien das „respektable Zahlen”, so Zehnder. Er gibt zu bedenken, dass der Markt mit starken Konkurrenten besetzt ist, gegen die man sich in Heimbach durchsetzen müsse.
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