Düren - Kultur-Knatsch: Stadt veröffentlicht eigenes Programm

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Kultur-Knatsch: Stadt veröffentlicht eigenes Programm

Von: kin
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Düren. Johannes Esser, früherer Leiter des Kulturbetriebes in Düren, ist sauer. Ziemlich sauer sogar. Seit vielen Jahren gibt es – unter anderem auf Essers Initiative – in Düren mit der „Spielzeit“ einen großen Kulturkalender, in dem alle kulturellen Veranstaltungen in Düren zusammen gefasst sind.

Theater im Haus der Stadt, Konzerte der Cappella Duria, Kirchenmusik in St. Anna und der Christuskirche und, und, und.

Finanziert wird das kleine Buch nur durch Anzeigen und ohne einen Cent aus öffentlichen Kassen. Für Johannes Essers Unmut gibt es zwei Gründe: Erstens erscheint die Spielzeit erst am Freitag, also unmittelbar vor den Sommerferien. Und zweitens hat das Haus der Stadt schon diese Woche eine eigene Broschüre nur mit den Veranstaltungen in Dürens Theater herausgegeben.

„Das ärgert mich wirklich“, so Esser. „Zum einen, weil ich schon häufig von Leuten angesprochen wurde, die fragen, wann es endlich die Karten gibt. Und zum anderen, weil für dieses neue, zusätzliche Programm ja bestimmt Geld ausgegeben wurde. Und die Termine stehen ja alle auch in dem großen Kulturkalender noch einmal drin.“

Bürgermeister Paul Larue kann die ganze Aufregung nicht verstehen. „Es gibt den Kulturbetrieb, damit die Mitarbeiter dort intern ihre Akzente setzen können. Auch finanziell. Das tun sie mit der neuen Broschüre, die das neue Dürener Theaterkonzept puschen soll. Was ist daran schlimm?“

Im Übrigen, so Larue, würde auch die Volkshochschule ihr eigenes Programmheft veröffentlichen. „Ich finde es wichtig“, so Paul Larue, „dass es auch die ‚Spielzeit‘ weiter gibt. Es ist nämlich zunächst diskutiert worden, die einzustellen. Das möchte ich auf keinen Fall. Aber gegen mehr Werbung für Veranstaltungen in unserer Stadt habe ich nichts einzuwenden.“

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