Düren - Künstler öffnen die Schönheiten der Erde

Künstler öffnen die Schönheiten der Erde

Von: Jana Peterhoff
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Pit Goertz, Ernesto Marques, Antonio Nuñez, Bruno van Dycke, Holger Hagedorn und Bürgermeister Paul Larue (von links) eröffneten die Ausstellung „Interkontraste“ auf Schloss Burgau. Foto: Jana Peterhoff

Düren. Eine Ranke aus Edelstahl streckt ihren schmalen, glänzenden, geschätzte fünf Meter langen Körper in die Höhe. Das viel gereiste Meisterwerk „Äskulap“ steht jetzt vor dem Schloss Burgau und freut sich mit den Kunstwerken drinnen bis Ende Juni auf die Aufmerksamkeit der Besucher aus der Region.

Oben auf der Treppe vor dem Schlosseingang präsentiert sich das Werk von Holger Hagedorn wie ein Wahrzeichen der Ausstellung „Interkontraste“.

Dürens Bürgermeister Paul Larue eröffnete die Vernissage. Prof. Dr. Werner Janssen interpretierte die Künstler und machte neugierig auf ihre Objekte, Figuren, Gemälde und Kollagen. Gespannt auf einen Raum voller Geschenke und auf eine Welt des Erlebens durften die zur Vernissage Gekommenen sein.

Das Stichwort des Abends war wahrscheinlich Schönheit.

Die Künstler öffnen die Erde für die Menschen und zeigen ihre Schönheiten. Schönheit als etwas, was da ist, aber leider zu oft für unsere erstarrten Sinne verborgen bleibt. Der Dank gilt dem Künstler, so Werner Janssen, der schauen kann, der die Phänomene um uns herum aufdeckt, sie durch seine Sprache sichtbar macht und sie als ein Kunstwerk den Menschen schenkt.

Holger Hagedorn, Bruno van Dycke, Antonio Nuñez und Ernesto Marques besitzen diesen durchbrechenden Blick. Von Tiefe und Engagement sprechen ihre ausgestellten Schätze.

Die Stahlmenschen „Homos“ des Malers und Bildhauers Ernesto Marques, aus Portugal stammend und in Jülich lebend, sind vereinfachte Figuren, die je nach Kontext eine andere Botschaft transportieren. Mal wirken seine Kumpels bedrohlich, mal lässig oder intim, mal aggressiv, aber ständig in Kommunikation miteinander.

Zu sehen ist auch das speziell für die Ausstellung in Düren geschaffene Werk „Galileo Galilei“ von Holger Hagedorn. Der Künstler, der sich auch für die Kunstakademie in Heimbach engagiert, regt an, so wie Galilei die Weltsicht zu verändern. Sich zu trauen, ein Künstler zu sein, die Dinge anders zu sehen und darauf zu vertrauen, ist seine Botschaft.

Der aus Kuba stammende und in Aachen lebende Maler Nuñez ist sich seiner vielen kulturellen Einflüssen bewusst. Er sagt über sich, er sei eine Collage. Er kombiniert in seinen auf Plexiglas aufgebrachten Kollagen Malerei mit Fotografie und Drucktechnik. Alle angewendeten Elemente sind gleichberechtigt. Die Steine des niederländischen Künstlers Bruno van Dycke sind verzaubert. Der Zauber, der ihnen innewohnt, lässt sie lebendig erscheinen. Geladen mit Magnetismus schreien sie nach einem Zurück zur Natur.

Noch bis zum 29. Juni 2014 kann man die Ausstellung „Interkontraste“ bei freiem Eintritt von Montag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr und Sonntags von 11 bis 18 Uhr anschauen.

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