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Kritik an geplantem Windpark Peterberg

Von: sj
Letzte Aktualisierung:

Raffelsbrand. Kritik an der Ausweisung von zwei neuen Windkraftkonzentrationszonen in der Gemeinde Hürtgenwald gibt es aus Raffelsbrand. Eine dieser Zonen, der Windpark Peterberg mit fünf Rädern, soll im Raffelsbrander Wald entstehen.

 „Die Anlieger sind empört. Schließlich wird innerhalb des Gemeindegebiets mit zweierlei Maß gemessen“, erklärt Anwohner und FDP-Ratsherr Stephan Cranen. „Wir fühlen uns als Bürger zweiter Klasse.“

Die Gemeinde habe für sich festgelegt, dass eine Mindestentfernung von 800 Metern im „Innenbereich“ zur Bebauung eingehalten wird. Cranen: „In Raffelsbrand wiederum will man die gesetzlichen Möglichkeiten im Außenbereich voll ausschöpfen und nur 350 Meter Abstand zur Wohnbebauung einhalten. Die Anwohner fordern die Verwaltung beziehungsweise den Rat auf, eine einheitliche Abstandsfläche von mindestens 800 Metern festzulegen.“

Es sei bei vielen Kommunen Praxis, dass es einheitliche Abstandsflächen gibt. „Die Gemeinde Simmerath hat beispielsweise eine Entfernung von mindestens 1000 Metern zur Wohnbebauung beim angrenzenden neuen Windpark an den Peterberg festgelegt“, berichtet Cranen.

Er gibt auch zu bedenken, dass der geplante Windpark auf einem Bodendenkmal errichtet werden soll. Zahlreiche Relikte erinnerten an die Kämpfe, die im Kriegswinter 1944/45 in diesem Gebiet tobten.

„Der Landschaftsverband Rheinland hat als zuständige Bodendenkmalbehörde bereits schriftlich gegenüber der Gemeinde Bedenken gegen den Peterberg vorgetragen“, sagt Cranen.

„Es hat einen Ortstermin mit den Denkmalschützern gegeben, einige Standorte sind deswegen verschoben worden“, weist Bürgermeister Axel Buch die Kritik als „überholt“ zurück. „Bei den Abstandsflächen bewegen wir uns im Rahmen des Gesetzes“, betonte Buch.

Es werde nicht mit zweierlei Maß gemessen. „Einziges Maß ist das geltende Recht.“ Auch in Brandenberg liege der Abstand zu den bereits bestehenden Windrädern unter den von Cranen geforderten 800 Metern.

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