Düren - „Krisensicherer Job”: Gespräch zum Putzfrauentag

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„Krisensicherer Job”: Gespräch zum Putzfrauentag

Von: kin
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Mit Leib und Seele Reinigungsk
Mit Leib und Seele Reinigungskräfte: Irini Kalaitsidou, Montserrat Engel und Silvia Bobeth. Foto: kin

Düren. Den Begriff Putzfrau hört Silvia Bobeth nicht gerne. Was aber nicht bedeutet, dass die 42-jährige Dürenerin sich für ihren Beruf schämt. Im Gegenteil. Die vierfache Mutter ist mit Leib und Seele Reinigungskraft und das seit über 25 Jahren.

Heute ist Weltputzfrauentag, Anlass genug, drei Reinigungskräfte aus dem Krankenhaus Düren vorzustellen. „Ich höre den Begriff Putzfrau deswegen nicht gerne”, sagt Silvia Bobeth, „weil wir als Reinigungskräfte auch jede Menge Fachwissen brauchen.”

Gerade auch bei der Arbeit in der Klinik. Hier kommt es nicht nur darauf an, dass alles schön sauber wird, sondern Hygiene und die Vermeidung von Infektionen spielen eine große Rolle. „Grundsätzlich”, sagt Montserrat Engel, die auch in der Klinik an der Roonstraße arbeitet, „gibt es keinen Grund, sich für unseren Beruf zu schämen. Mit ist wichtig, dass man mir mit Respekt begegnet.”

Die beiden Frauen lieben ihren Beruf, arbeiten gerne. „Man kann unseren Beruf nur lieben oder hassen”, sagt Silvia Bobeth, die sich inzwischen zur Vorarbeiterin hoch gearbeitet hat. Das sieht Montserrat Engel ähnlich. „Der Job ist so anstrengend, den kann man nur mit Spaß und Freude wirklich gut machen.”

Als Vorarbeiterin beziehungsweise Projektleiterin sind die beiden Frauen mittlerweile viel für administrative Aufgaben wie beispielsweise das Erstellen von Dienstplänen und Materialbestellungen zuständig.

Beide erinnern sich aber gerne auch noch an die Zeit als Reinigungskräfte. „Ich habe immer gerne Fenster geputzt und die Grundreinigung gemacht”, sagt Silvia Bobeth. Montserrat Engel: „Wir haben hier ein super Team, und auch die Kontakte zu den Patienten sind immer sehr nett.” Montserrat Engel fängt an zu schmunzeln. „Außerdem werden Reinigungskräfte immer gebraucht. Das ist der krisensicherste Beruf überhaupt.”

Auch zu Hause haben die beiden engagierten Frauen es gerne immer sauber. Silvia Bobeth sagt sogar von sich selbst, dass sie ziemlich pingelig ist. „Ich würde meinen Mann zum Beispiel niemals die Betten machen lassen. Wenn da nicht alles hundert Prozent akkurat und gerade ist, werde ich wahnsinnig. Das kann ich überhaupt nicht ertragen.”
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