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Kreuzauer angeln einen Prinzen aus dem Bodensee

Von: ale
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„Schluppe“-Präsident Peter Kaptain und der aus dem Bodensee geangelte neue Prinz Remo I. Foto: ale

Kreuzau. Endlich geht es wieder los: In der Kreuzauer Festhalle präsentierte die KG „Ahle Schlupp“ am Samstag ihren neuen Prinzen und feierte die Inthronisation mit einer gelungenen Sitzung.

Zum Aufwärmen sang Manfred Kempen Stimmungslieder, da stimmte das Publikum in der voll besetzten, blau-weiß dekorierten Halle direkt mit ein. Dem scheidenden Prinzen wurde noch einmal ein herzlicher Empfang bereitet. Georg I. (Valter) hielt in seiner letzten Rede einen kurzen Rückblick auf seine Regentschaft: „Keine Sekunde tut mir leid. Ich habe mit Großen und Kleinen, mit Jungen und Senioren gefeiert. Vielen Dank an die Leversbacher und alle, die mich unterstützt haben.“

Noch einmal erhob sich die Narrenschar, um Georg I. zuzujubeln, dann musste er das Zepter abgeben, und Präsident Peter Kaptain „degradierte“ ihn wieder zum „janz normale Karnevalsjeck“.

In einem originellen Video wurde zunächst der neue Prinz vorgestellt. „Wir haben ihn aus dem Bodensee geangelt“, erzählte Peter Kaptain. Remo Willsch ist gebürtiger Konstanzer, wohnt seit fast zwanzig Jahren in Kreuzau und ist mit Hella, einer echten Kreuzauerin, verheiratet. Zur schwungvollen Musik der Comet-Band zog er mit der Prinzengarde und seinen Adjutanten ein, das Volk begrüßte ihn singend und Fähnchen schwenkend.

Der Präsident hatte noch gewarnt, man werde die Sprache des Prinzen – Hochdeutsch, tief Badisch, versalzen mit Krözauer Platt – nur schwer verstehen; da startete Remo I. auch schon seine ulkige Thronrede, in der einige „Fremdwörter“ vorkamen. Im Nu hatte er die Herzen der närrischen Untertanen gewonnen, sein Motto lautet: „Am Bodensee mit Honarro ma fiere, beim Ahle Schlupp ich mit Alaaf rejiere“. Man ließ ihn und seine Adjutanten, Richard Graßmann, Theo Harf, Reiner Leisten und Heribert Macherey, hochleben; dann durfte er von seinem Thron aus den Abend genießen.

Er wurde reich beschenkt mit einem abwechslungsreichen Programm voller Witz und Musik. Zunächst sangen ihm die Ex-Prinzen ein Ständchen mit schönen Liedern vom Bodensee. „Ein weißer Schwan“ konnten alle mitsingen. Dann kamen zwei geschmeidige, wohlgeformte „Bodenseefelchen“ daher geschwommen: Marie-Therese Acker und Uschi Bauer. Die wussten gut über den Prinzen Bescheid und lieferten ein Zwiegespräch ab mit lustigen Pointen auf Krözauer Platt – ein herrlicher Spaß.

Dem Prinzen zur Ehre und zur Freude des Publikums tanzte die Prinzengarde, 16 fesche Mädels und ein couragierter, tanzfreudiger Junge, Tim Kessel, legten einen flotten Tanz nach einer tollen Choreographie auf die Bühne. Auch die Band „Määt Nix“ aus der Gemeinde Hürtgenwald sorgte für Stimmung; die „Ladykracher“ und die „Schermedröht“ boten weitere Höhepunkte. Die Neuentdeckung aus der vorigen Session, Guido Delhaes aus Leversbach, erfreute das Publikum mit „Kölsche Leeder“.

Mit diesem Abend legten die Kreuzauer Karnevalisten einen Start in die Session hin, der Lust auf mehr macht.

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