Kreuzau: Rückblick hat einen wunden Punkt

Von: Margret Vallot
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Politiker, Mitglieder der Gemeindeverwaltung, Polizisten und Vereinsvorsitzende nahmen an der Waldbegehung teil. Foto: Margret Vallot

Kreuzau. Ein sehr einfaches Gericht – nämlich Gulasch und Nudeln – gab es, als jetzt Rat und Verwaltung von Kreuzau zum Jahresabschluss zusammensaßen, um auf 2012 zurückzublicken. „Mit Blick auf die Finanzlage der Gemeinde“, so Bürgermeister Walter Ramm, war das Gericht ausgewählt worden.

Die Kreuzauer lassen das Jahr stets mit einer Waldbegehung und einem Essen ausklingen. Organisiert hatte das jetzt wieder, übrigens zum letzten Mal vor seiner Pensionierung, Ramms Stellvertreter Walter Stolz. Der geht im Mai nach 49 Jahren in der Verwaltung in den Ruhestand.

Von Kreuzau aus wanderte man nach Bogheim. In Friedenau nahm man zunächst mit Freude allerlei Baufortschritte zur Kenntnis. Dort gibt es das Zentrum der Caritas, neue Wohnblocks und Einfamilienhäuser – alles zentrumsnah und barrierefrei. „Die neuen Wohnungen sind bereits verkauft, ehe sie noch gebaut werden“, wusste Ramm. Friedenau ist als Wohngebiet äußerst beliebt. „Wir könnten in Kreuzau ein weiteres Gebiet dieser Größenordnung bauen“, so schätzt der Rat der Gemeinde die Nachfrage ein.

Von Friedenau aus ging es zum Landschaftsgasthof/Café Welk, das jetzt zur Hälfte der Gemeinde gehört. Die Chancen stehen gut, dass dort bald wieder Restaurantbetrieb stattfindet. Es gebe einen Interessenten, so Ramm.

Rauf nach Bergheim zum Schützenheim (mit Grillplatz) der Marianischen Schützenbruderschaft Langenbroich-Bergheim wanderte die Gruppe, der sich auch die neue Leiterin der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen, Andrea Volk, sowie mehrere Herren der Polizei angeschlossen hatten. An Bildstein vorbei wanderte man nach Bogheim zur Unterkunft der St. Ewaldus Schützenbruderschaft.

Bei seinem Rückblick erwähnte Ramm die komplette Neuordnung der Verwaltung, den Brandschutzbedarfsplan, den man aufgestellt hat und die Sekundarschule, die gegründet wurde. Es war nochmals vom Erfolgsmodell Friedenau die Rede, vom Generationenbeauftragten, den man einstellen will und vom Spenden- und Sponsoringkonzept, das Rat und Verwaltung erstellt haben.

Dann erwähnte Ramm das Wort „Niederauer Mühle“, und ein Aufschrei ging durch die Gesellschaft. Jeder dachte jetzt an die Stunden, Tage und Wochen, die er/sie sich mit diesem Thema befasst hatte. Diskussionen, handfeste Streite und umstrittene Beschlüsse gab es im zu Ende gehenden Jahr zu der mitten im Zentralort gelegenen Produktionsstätte. Für die gibt es einen Bebauungsplan, der einer gerichtlichen Überprüfung höchstwahrscheinlich nicht standhalten würde. Doch noch hat niemand geklagt. Sicher ist, dass die Papierfabrik den Rat, die Verwaltung und die Bürgerinitiative 2013 noch beschäftigen wird.

Ramm verzichtete auf weitere Ausführungen zu dem Thema, es ist derzeit wohl alles gesagt. Dass übrigens die Kreuzauer SPD der Veranstaltung gänzlich fernblieb, kann man wohl auf den Streit rund um das Thema Niederauer Mühle zurückführen.

„Überschuldet zu sein, das ist es, was wir vermeiden müssen“, meinte der Bürgermeister zum Schluss mit Blick auf die Zukunft. Er stellte für die kommenden Jahre Einspar-Aktionen in Aussicht, „die sich nicht vermeiden lassen“.

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