Kreishaus Jülich rückt näher

Von: Volker Uerlings
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Das Nebeneinander von Kreis Düren und Stadt Jülich im Rathaus am Schwanenteich (Hintergrund) gibt es bald nicht mehr. Derzeit suchen die Verantwortlichen nach einem neuen Weg der Kooperation. Foto: Martinak

Kreis Düren. Das sogenannte „kleine Kreishaus“ in Jülich rückt näher. Etwa 100 Kreis-Beschäftigte könnten schon in absehbarer Zeit in der Herzogstadt arbeiten, allen voran die Beschäftigten der Jobcom, die bislang in den einzelnen Rathäusern im Nordkreis tätig waren.

Nach derzeitigem Stand stehen die beiden Rathäuser der Stadt Jülich am Markt und am Schwanenteich nicht für eine gemeinsame Nutzung zur Verfügung, allerdings haben Stadt und Kreis das Gespräch aufgenommen, um eventuell doch noch eine gemeinsame Lösung zu schaffen. Das bestätigte Landrat Wolfgang Spelthahn auf Anfrage unserer Zeitung.

Der Landrat hatte angesichts der Jobcom-Veränderungen und der vom Jülicher Stadtrat gewünschten neuen Nutzung der Rathäuser das „Mini-Kreishaus“ ins Spiel gebracht. Es soll kostenneutral eine Anlaufstelle für die Bürger aus den Nordkommunen (Aldenhoven, Inden, Jülich, Linnich, Niederzier und Titz) bieten. Ein zentraler Punkt wäre hierbei natürlich eine Außenstelle des Straßenverkehrsamtes „mit vollwertiger Leistungspalette“, so der Chef der Kreisverwaltung. Dadurch blieben vielen Bürgern Fahrten nach Düren erspart.

Aber es gibt noch mehr Kreis-Potenzial in Jülich. Derzeit befindet sich zum Beispiel eine Dependance des Gesundheitsamtes im Neuen Rathaus. Der Kreistag hat die Verwaltung in Düren jüngst mit der Prüfung der Frage beauftragt, welche Dienstleistungen in Jülich „sinnvoll und kostenneutral“ angesiedelt werden könnten. Wie Wolfgang Spelthahn auf Anfrage berichtete, liege die Analyse verwaltungsintern vor. Sie lege unter anderem dar, dass die im Nordkreis tätigen Mitarbeiter des Kreisjugendamtes auch zu den geeigneten Dienststellen zählen, zumal sie dadurch viel Zeit und Geld für Fahrten sparten.

Grundsätzlich hätte eine vergrößerte Anlaufstelle in Jülich Auswirkungen auf die Kreishäuser in Düren, wo ja nach Empfehlung des Roedl-Gutachtens 42 Stellen für Sozialamt, Jugendamt und Jobcom zusätzlich untergebracht werden müssten. „Unsere nächste Aufgabe ist es, die Politik in vollem Umfang über die Analyse zu unterrichten und auch einen runden Tisch mit der Stadt Jülich zu bilden. Für uns haben öffentliche Flächen und Gebäude Vorrang“, sagte der Landrat mit Blick auf mögliche Unterkünfte. Im neuen Jahr wird es wohl zunächst eine Übergangslösung geben. Die könnte in der Nutzung des weitgehend leerstehenden Kreiswehrersatzamtes bestehen, das dann zunächst die Jobcom-Mitarbeiter aufnimmt.

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