Düren - Kreis Düren wird ab April zum Olympiastützpunkt

Whatsapp Freisteller

Kreis Düren wird ab April zum Olympiastützpunkt

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
osp-bu-rechts
Wolfgang Spelthahn (r.) und Evivo-Geschäftsführer Hein stellten die Olympiastützpunkt-Idee mit Björn-Arne Alber (l.) von der Volleyball-Akademie vor.

Düren. 15 so genannte Kader-Athleten gibt es derzeit im Kreis Düren. Das sind 15 junge Menschen, von denen die Experten der jeweiligen Sportarten überzeugt sind, dass sie das Zeug haben, später einmal große Erfolge zu feiern.

„15 ist schon eine gute Zahl”, freute sich Landrat Wolfgang Spelthahn. Am Donnerstag stellten Spelthahn und Rüdiger Hein, der Geschäftsführer des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren, ein Modell vor, mit dessen Hilfe noch mehr junge Menschen aus dem Kreis zu aussichtsreichen Sporttalenten werden sollen.

Der der Kreis Düren soll Gesellschafter im Olympiastützpunkt Rheinland werden. Im März will Spelthahn das Projekt dem Kreis-Sportausschuss vorstellen, im April soll der Beitritt über die Bühne gehen. „Es gibt da einen Traum: Wir wollen junge Menschen aus dem Kreis auf den Weg zu den Olympischen Spielen bringen”, beschrieb Spelthahn das Fernziel. Ob dieses Ziel erreicht wird, ist derzeit völlig unklar. Im Kreis Düren sollen jedoch die Bedingungen geschaffen werden, damit Talente sich entwickeln können.

Der Olympiastützpunkt Rheinland ist ein Netzwerk aus sportmedizinischen Einrichtungen, Schulen, Firmen und Sport-Experten. Von diesem Netzwerk sollen künftig auch die Sportler aus dem Dürener Raum profitieren.

„Unser Ziel war es, ein eigenes Netzwerk zu haben, wenn wir dem Olympiastützpunkt beitreten”, berichtete Spelthahn von den bisherigen Vorbereitungen. Fünf Schulen aus dem Kreisgebiet haben sich bereits bereit erklärt, dem Sport einen größeren Stellenwert einzuräumen. Die Namen wollte Spelthahn noch nicht preisgeben.

Zudem seien Firmen gefunden worden, die bereit sind, in Ausbildung und Arbeitsalltag auf die Belange von Spitzensportlern Rücksicht zu nehmen. Dazu kommen Ärzte und Physiotherapeuten aus dem Kreis, die bereit sind, die Sportler professionell zu betreuen.

Einer der derzeit 15 Kaderathleten ist Sebastian Kühner vom Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren. Der 21-Jährige kennt das Olympiastützpunkt-Modell sehr gut aus seiner Heimatstadt Berlin. Der dortige Stützpunkt für insgesamt 17 Sportarten ist längst etabliert. „Davon habe ich sehr profitiert”, so Kühner, der mittlerweile zum erweiterten Kader der A-Nationalmannschaft zählt.

„Da gab es für die Sportler medizinische Versorgung, Ernährungsberatung, Hilfe in Schule und Ausbildung und Training an einem Ort”, beschrieb der gebürtige Berliner den Stützpunkt. So weit ist der Olympiastützpunkt Rheinland noch nicht. Wird er teilweise auch nicht sein. Wie der Name schon sagt, erstreckt sich der Stützpunkt über das gesamte Rheinland. Mit Schwerpunktsportarten wie Wasserspringen in Aachen, Boxen in Hennef, Leichtathletik in Leverkusen oder Radsport in Köln. Düren soll das Leistungszentrum für Volleyball werden.

Neben Volleyball sollen laut Spelthahn noch andere Sportarten wie Badminton, Schwimmen, Tischtennis, Tennis oder Fußball gefördert werden. „Volleyball wird jedoch unser Alleinstellungsmerkmal sein”, so der Landrat.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert