Düren - Krankenhaus im Notstrombetrieb

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Krankenhaus im Notstrombetrieb

Von: kin
Letzte Aktualisierung:
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Veraussichtlich noch bis Montag wird das Dürener Krankenhaus per Notstromaggregat versorgt, sagt Geschäftsführer Uwe Stelling. Foto: Sandra Kinkel

Düren. „Zum Glück wurde keiner schwer verletzt. Da haben wir riesiges Glück gehabt.” Der Geschäftsführer des Dürener Krankenhauses, Uwe Stelling, kann wieder lächeln. Erstmals in der Geschichte seiner Klinik ist es am Mittwoch gegen 15.33 Uhr zu einem kompletten Stromausfall gekommen.

Seitdem wird das Haus über mehrere Notstromaggregate versorgt. Am Montag soll die normale Stromversorgung wieder funktionieren, so lange dauern die Reparaturarbeiten an. Routinemäßig wird jeden Monat im Krankenhaus für kurze Zeit der Strom abgestellt, um zu gucken, ob die Notstromversorgung funktioniert.

Dabei ist es am Mittwoch zu einem Kurzschluss samt Brand und leichter Rauchentwicklung gekommen. Der Mitarbeiter des Krankenhauses, der diese Arbeit seit 30 Jahren gewissenhaft tut, wurde leicht verletzt. Zwei große Transformatoren wurden beschädigt, die Hauptstromleitung ebenfalls. Rund 50 Mitarbeiter von Technischem Hilfswerk, Deutschem Roten Kreuz, Feuerwehr und Polizei sind seitdem im Einsatz. Das THW hat unter anderem vier Notstromaggregate aufgebaut und zwei Kilometer Kabel verlegt.

Das Notstromaggregat des Krankenhauses liefert nur etwa ein Drittel des nötigen Stromes und versorgt damit nur die wichtigsten Klinikbereiche. Stelling: „Der Krankenhaus-Alarmplan und die Zusammenarbeit mit allen Einsatzkräften hat hervorragend funktioniert.” Betroffen durch den Stromausfall waren zwei von insgesamt acht Operationssälen, ein großer Herz-Katheter sowie der Comuptertomograph und der Magnetresonanz-Tomograph. Im nicht-medizinischen Bereich war die Küche involviert, eine mobile Feldküche sowie eine Spülküche wurden aufgebaut.

Stelling: „Der Krankenhausbetrieb ist normal weiter gelaufen.” In den Bereichen Radiologie und Sterilisation wurde eine Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus in Lendersdorf aufgenommen, außerdem werden derzeit im Krankenhaus Düren keine Notfälle angenommen. „Der absolute Super-Gau wäre gewesen, wenn wir alle 400 Patienten hätten evakuieren müssen. Aber zum Glück wussten wir bereits eine Stunde nach dem Unglück, dass das nicht erforderlich sein würde.”
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