Krankenhaus Düren hilft Patienten aus der Dritten Welt

Von: inla
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Die Chefärzte Dr. Barden, Prof. Dr. Schröder und Dr. Börgermann (von links) am Bett des Achtjährigen aus Angola. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Für die meisten Menschen in Deutschland ist es eine Selbstverständlichkeit, in örtlichen Krankenhäusern adäquat behandelt zu werden. Dieses Glück haben Menschen aus Entwicklungsländern sowie Krisen- und Kriegsgebieten nicht.

Das Krankenhaus Düren ist nun eine Partnerschaft mit dem Friedensdorf in Oberhausen eingegangen, um den Menschen zu helfen, denen in ihrer Heimat eine erfolgversprechende medizinische Behandlung nicht möglich ist. Das Friedensdorf wurde Ende 1967 gegründet, die ersten Kinder kamen damals aus Vietnam. Heute sind Angola und Afghanistan die Haupteinsatzorte. Ein Achtjähriger aus dem afrikanischen Staat Angola ist im Dürener Krankenhaus an der Harnröhre operiert worden. Nun liegt er auf der Urologischen Station von Chefarzt Dr. Stefan Börgermann, der sich dem Projekt ebenso verschrieben hat wie Professor Dr. Stefan Schröder, Chefarzt der Anästhesie, und Dr. Bertram Barden, Chefarzt der Orthopädie-Unfallchirurgie und Ärztlicher Direktor des Hauses. Zum Konzept gehört, dass die Patienten nicht über Gebühr verwöhnt werden.

„Die Eltern vertrauen uns die Kinder an und wollen sie so zurückhaben, wie sie sie uns gegeben haben“, sagt Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Gereon Blum. Die Kinder kämen aus ganz anderen Kulturkreisen, hätten etwa kein Fernsehen oder Handys. „Wir wollen sie nicht an unsere Standards gewöhnen“, sagt Dr. Blum, der von „einer Zusammenarbeit mit dem Friedensdorf von Anfang an begeistert war“.

Die Ärzte operieren in ihrer Freizeit und kostenlos. Da die kleinen Patienten nicht versichert sind, übernehmen deutsche Krankenkassen nichts. Sollten dem Dürener Krankenhaus durch teure Medikamente oder medizinisch-technisches Material sehr hohe Kosten entstehen, springen die Lions-Clubs ein, die das Friedensdorf in Oberhausen unterstützen. „Wir wollen einen Beitrag leisten, in der Dritten Welt zu helfen“, sagt Hermann J. Weingartz, Vize Governor des Lions-Distrikts Rheinland-Süd.

Aus Düren und dem Umland unterstützen alle vier Lions-Clubs (Lions Club Düren, Lions Club Düren-Marcodurum, Lions Club Düren-Rurstadt und Lions Club Kreuzau-Rureifel) die Aktion. Chefarzt Barden fasste zusammen, was alle denken: „Es ist immer besser, eine kleine Kerze anzuzünden, als über die Dunkelheit zu klagen.“

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