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Krankenhaus Düren: Aus für Kinderklinik ist beschlossen

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:
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Der unverkennbare Krankenhaus-Charme wird weichen: Die Geburtshilfe-Abteilung am Krankenhaus Düren soll komplett modernisiert werden.

Düren. Die Kinderklinik am Dürener Krankenhaus muss zum 1. April 2013 schließen. Das Land hat die entsprechenden rund 30 Betten im neuen Krankenhausplan gestrichen. Das Krankenhaus hat damit einen Kampf verloren, den man bereits seit sieben Jahren führt. Schon 2005 hatte das Land die Kinderklinik des städtischen Krankenhauses aus der Krankenhausplanung herausgenommen.

 Auch mit juristischen Mitteln hatte man die Umsetzung dieses Beschlusses allerdings bisher verhindern können. In Betrieb waren von den rund 30 allerdings zuletzt nur noch 20 Betten. Das Land reagierte damit auf die demografische Entwicklung. Bei immer weniger Geburten werden auch immer weniger Betten in Kinderkliniken notwendig. Ebenfalls 2005 schon wurde als Ausgleich die Bettenkapazität am Marienhospital in Birkesdorf von 70 auf 80 erhöht.

Von der Streichung sind rund 30 Beschäftigte am Krankenhaus Düren betroffen. „Wir werden versuchen, die Beschäftigten intern unterzubringen. Kündigungen soll es nicht geben“, reagierte gestern Christoph Lammertz, Sprecher des Krankenhauses Düren.

Auffangen will man den Verlust der Kinderklinik durch einen Ausbau der Geburtshilfeabteilung. Rund 650 Kinder werden im Schnitt jährlich im Krankenhaus Düren geboren. Das soll künftig in einer besonderen „Wohlfühl-Atmosphäre“ geschehen.

So sollen die dortigen Zimmer modernisiert und in Familienzimmer umgewandelt werden, in der auch Väter und Geschwisterkinder „die ersten Stunden und Tage mit dem neuen Familienmitglied verbringen können“, so Lammertz. Etwa acht Familienzimmer inklusive Frühstücks- und Aufenthaltsraum sollen so entstehen, weitere vier auf dem Niveau der Komfortstation.

Entscheidender dürfte aber ein anderer Aspekt sein: Die Einbindung von Kinderärzten. In Kooperation mit niedergelassenen Kinderärzten am Krankenhaus will man die Rund-um-die-Uhr-Betreuung der kleinen Patienten sicherstellen.

Und auch dieser Bereich soll bis 2014 ausgebaut werden. Lammertz: „Wir planen ein neues Ärztehaus auf unserem Gelände, in dem sich auch eine größere Kinderpraxis befinden soll.“ Eine Kooperation mit anderen Krankenhäusern erteilt Lammertz damit eine klare Absage: „Die wird es definitiv nicht geben.“

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