Konzertwochenende: Musik hören und Zeichen gegen Rechte setzen

Von: Dietmar Engels
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Auch die Dürener Mundartgrupp
Auch die Dürener Mundartgruppe „Schweess Fööss” tritt am Wochenende im Rahmen der Veranstaltung „FETTweiss gegen Rechts” in der Festhalle in Disternich auf.

Vettweiß. Zum dritten Mal veranstaltet die Kulturinitiative „Vett-Cult” am kommenden Wochenende zwei Konzertabende. In der Fetshalle des Ortsteils Disternich spielen am Freitag, 13. Mai, ab 20 Uhr die Mundartgruppen „Schweess Fööss” und „Echte Fründe”, am Samstag ab 19 Uhr dann die Rockformationen „Spiegelblick”, „The Early Breakers”, „The Coconut Butts” und „Ben Fortune”.

Das Beste daran: Der Eintritt ist frei. „FETTweiß gegen Rechts” sind die beiden Veranstaltungen überschrieben. Und das ist kein Schreibfehler. Man will zeigen, dass die Gemeinde fett gegen rechts ist, also ganz bewußt ein politisches Zeichen setzen. „Es sind aber keine Politabende”, sagt Bernd Blümmert, Vorsitzender der Kulturinitiative. „Die Bands werden kurz ihre Solidariat mit unseren Zielen bekunden, aber ansonsten Musik machen wie sonst auch”. Alle Musiker verzichten auf eine Gage. Deshalb, und weil viele Sponsoren aus Vettweiß und dem Dürener Land der Initiative finanziell unter die Arme greifen, können die Besucher kostenlos in die Festhalle.

„Vett-Cult” wurde im Jahr 2003 nach den Kreiskulturtagen in der Gemeinde Vettweiß gegründet. Die wichtigste selbstgestellte Aufgabe: Kulturelle Angebote insbesondere für die Jugend zu machen. „Auf dem platten Land” passiert ansonsten in dieser Hinischt nicht gerade viel. Die Initiative wird nach Kräften von der Gemeindeverwaltung - insbesondere durch Bürgermeister Josef Kranz und dem Jugendreferenten Harald Krug - unterstützt. „Dafür sind wir dankbar, denn wir sind eine kleine Initiative und unsere Möglichkeiten begrenzt. Wer bei uns mitmachen will, ist herzlich willkommen.”

Warum die Kulturinitiative auch politische Aussagen trifft, erklärt Blümmert so: „Das negative Wirken von NPD und rechten Kamerschaften bekommt auch Vettweiß zu spüren.” Bürgermeister Kranz pflichtet dem Voristzenden der Initiative bei: Bei diesem Thema muss langfristig und nachhaltig gearbeitet werden.”

Es versteht sich von selbst, dass „Vett-Cult” bei den eigenen Veranstaltungen keine Besucher haben will, die der rechten Szene angehören. Um gegebenenfalls eine Handhabe nach dem Versammlungsrecht zu haben, heißt es deshlb in der Einladung: „Personen, die rechtsextremen Organisationen (...) angehören oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder durch antisemitische, sexistische oder menschenverachtenede Äußerungen in Erscheinung getreten sind, wird der Zutritt der verwehrt.”
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