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Konzert der Cappella Villa Duria zur Passionszeit

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Noch proben der Oratorienchor (Foto) und das Sinfonieorchester der Cappella Villa Duria unter der Leitung von Johannes Esser (am Flügel) fleißig für die „Zerstörung Jerusalems“. Am 24. Februar wird das Werk aufegführt.

Düren. Auf interessanten musikalischen Pfaden wandelt die Cappella Villa Duria bei ihrem Konzert zur Passionszeit am Sonntag, 24. Februar, ab18 Uhr in der Dürener Marienkirche. Oratorienchor und Sinfonieorchester der Cappella Villa Duria führen „Die Zerstörung Jerusalems - Oratorium nach Worten der Heiligen Schrift op. 24“ von Ferdinand Hiller auf.

Es ist eine spannende Aufgabe, die sich die Cappella Villa Duria unter der Gesamtleitung von Johannes Esser vorgenommen hat. Mitwirkende bei diesem interessanten Projekt sind Marion Schoeller (Sopran), Anna Fischer (Alt), Walter Drees (Tenor), Wolfgang Tombeux (Bariton) und Jochen Abels (Bass).

Ferdinand Hiller, dessen Geburtstag sich 2011 zum 200. Mal jährte, war eine zentrale Erscheinung im kulturellen und speziell im musikalischen Leben des 19. Jahrhunderts. Er wirkte als Komponist und Dirigent in Berlin und Leipzig und war Felix Mendelssohn Bartholdy freundschaftlich verbunden. 1840 führte Hiller sein großes Oratorium „Die Zerstörung Jerusalems“ im Leipziger Gewandhaus zum ersten Mal auf.

Der erfolgreichen Uraufführung folgten Aufführungen in allen großen europäischen Konzertsälen, bis das Werk in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Vergessenheit geriet. Im November 2011 erweckten Gewandhauschor und -orchester Hillers großes Werk wieder zum Leben. Das Gewandhaus Leipzig stellte der Cappella Villa Duria das Notenmaterial für die Dürener Aufführung zur Verfügung.

Der historische Hintergrund

Im Jahr 597 v.Ch. belagerte der babylonische König Nebukadnezar erstmals Jerusalem. Der damalige König Israels, Jojachin übergab die Stadt, er und die Oberschicht der Bevölkerung wurden nach Babylonien verschleppt. Nebukadnezar ernannte den Onkel Jojachins, Mattanja, zum König und nannte ihn Zedekia. Zedekia wandte sich von Nebukadnezar ab. 586 v. Ch. nahm daraufhin ein Babylonisches Heer Jerusalem ein und zerstörte die Stadt und die Tempel, die Bundeslade ist seither verschollen.

Ein Teil der Bevölkerung floh nach Ägypten, die meisten wurden wiederum nach Babylon verschleppt. In Babylonien gab Nebukadnezar den Israeliten die Möglichkeit, zusammen zu leben und ihre Bräuche und ihren Glauben zu bewahren. Nach etwa 50 Jahren kehrten die Juden nach Jerusalem zurück.

Der jüdische Mediziner und Religionsphilosoph Salomon Ludwig Steinheim (1789 – 1866) verfasste den Text des Oratoriums, der sich eng an das Prophetenbuch des Jeremias in der Übersetzung von Martin Luther anlehnt, in dem die Zerstörung Jerusalems und ihre Vorgeschichte geschildert wird.

Eintrittskarten für 22 Euro (Schüler 6 Euro) sind erhältlich an der Theaterkasse, im Bürgerbüro und an der Abendkasse.

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