Kreuzau - Konzept im Schulausschuss diskutiert

Konzept im Schulausschuss diskutiert

Von: mv
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Kreuzau. Schneller als die Verwaltung schreiben kann ändern sich in Sachen Sekundarschule für Kreuzau, Nideggen und Hürtgenwald die Gegebenheiten. Das mussten die Kommunalpolitiker kürzlich im Schulausschuss erkennen.

Hürtgenwald bleibt wider Erwarten seiner Linie treu und wendet sich immer stärker in Richtung Simmerath. Stand der Dinge ist, dass dort Bürgermeister Axel Buch alles unternimmt, um eine Sekundarschul-Zweckgemeinschaft zu gründen, der Hürtgenwald, Monschau, Roetgen und Simmerath angehören.

In Nideggen überschlagen sich die Ereignisse, insofern die Bürger selbst über den Start der neuen Sekundarschule bestimmen wollen und wohl auch werden. Eine grundsätzliche Ablehnung gegen dieses Schulmodell sei dort nicht vorhanden, haben die Politiker in Kreuzau zur Kenntniss genommen. Es geht in Kreuzau nur um die Frage, wann die neue Schule den Betrieb aufnimmt.

In Kreuzau hat man unterdessen die Eltern der Kinder befragt, die derzeit im dritten und vierten Schuljahr sind. Eine knappe Mehrheit ist nicht abgeneigt, den Nachwuchs auf die Sekundarschule zu schicken. Doch der Zuspruch ist insgesamt nicht überwältigend. Es konnte übrigens nur ein Rücklauf von 45 Prozent verbucht werden.

Man vermutete im Ausschuss, dass es den Eltern an Information über die neue Schulform fehlt und dass sich deshalb viele nicht in der Lage sahen, Angaben zu machen.

Weil in Nideggen zumindest zur Zeit nur der Ratsbeschluss gültig ist, dass eine Schule mit Kreuzau gegründet wird, betreiben in Kreuzau Verwaltung und Politiker das Projekt weiterhin mit Druck. Die Angelegenheit eilt nämlich, es müssen Fristen eingehalten werden. Schulleiter und Lehrer aus Kreuzau und Nideggen haben sich bereits zusammengesetzt, und eine Art vorläufiges Konzept für die neue Schule erarbeitet, dies dem Vernehmen nach in bester Abstimmung mit der Bezirksregierung, die das Konzept genehmigen muss. Die neue Sekundarschule soll im Schuljahr 2013/2013 starten.

Das Konzept kommt dem einer Gesamtschule ziemlich nahe, es wird sich allerdings noch entwickeln müssen, da auch die Lehrer keinerlei Erfahrungen mit einer Sekundarschule haben. Das Konzept muss am 4. Dezember im Rat von Kreuzau genehmigt werden. Vorher soll es noch eine Sondersitzung des Schulausschusses geben. Vorgesehen ist, dass an beiden Schulstandorten integrativ gearbeitet wird.

Auch soll an beiden Standorten bilingualer Unterricht möglich sein. Es soll ein Angebot in Niederländisch geben, weil Ausbildungschancen in den Niederlanden bestehen und Studienmöglichkeiten in Maastricht immer beliebter werden. Zum Ende der Sitzung stimmten die Politiker noch für die Zuteilung von 8500 Euro für das Gymnasium, das Geräte für den naturwissenschaftlichen Unterricht anschaffen will.
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