Kontrastreiches Programm beim Industriekonzert

Von: gkli
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Im Haus der Stadt gastierte das Geschwisterduo Bettina (Klarinette) und Robert Aust (Klavier). Das Konzert war das erste von fünf VIV-Konzerten in den kommenden Monaten. Foto: Klinkhammer

Düren. Revolution, Aufbruch und rasanter Wandel, diese Eigenschaften treffen selbstverständlich nicht nur auf die heutige Zeit zu. Das „Fin de siècle“ (bedeutet wörtlich: Ende des Jahrhunderts) beleuchtete musikalisch das Geschwisterduo Bettina Aust (Klarinette) und Robert Aust (Klavier).

Im Haus der Stadt spielten sie am Donnerstagabend auf und empfahlen sich als hörenswerte Solisten. Bei der Veranstaltung handelte es sich um das erste von fünf Konzerten, die in den kommenden Monaten im Haus der Stadt über die Bühne gehen und die die Vereinigten Industrieverbände (kurz: VIV) von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung ausrichten. Das Konzert fand in Kooperation mit dem Deutschen Musikrat statt.

Für preisgekrönte Künstler werden auf diese Weise Konzertplattformen geschaffen. Robert Aust moderierte im Wechsel mit seiner Schwester die Werke an. Er erklärte dem Publikum im sehr gut besuchten Saal: „Wir decken mit den Werken, die wir heute Abend präsentieren, eine Zeitspanne von vielen Jahren ab, und damit unglaublich viele Stilistika.“ Tatsächlich: Romantisch, klassisch strukturiert und völlig tonal erklang die Sonate für Klarinette und Klavier Es-Dur op. 120 Nr. 2 aus dem Jahr 1984. Absolut sicher und gekonnt bewegten sich die Profis durch den Notendschungel und präsentierten das Werk in gebührender Form. Eine Schippe drauf legten sie dann aber noch bei den vier Stücken für Klarinette und Klavier op. 5 aus dem Jahr 1913, komponiert von Alban Berg.

Im absoluten Kontrast zu Brahms eröffnete sie dem Zuhörer eine komplett neue Klangwelt. Neue Spieltechniken wie Flatterzunge und atonale Phrasen führten in die neue Zeit, die damals noch so ganz nah an der alten lag. Mit der Darstellung dieses krassen Gegensatzes endete der erste Konzerteil nach rund einer halben Stunde. Bettina Aust klärte das Publikum auf, warum das Programm umgestellt und verkürzt werden musste.

Sie sagte: „Die vergangenen Tage habe ich im Bett verbracht, daher muss ich meine Kräfte heute etwas anders einteilen als sonst.“ Den zweiten Teil des Konzerts bestritt das Duo mit Werken von Ravel, Camille Saint-Saens und Debussy. Nach einer Zugabe ließen die begeisterten Zuhörer die sehr gut aufeinander eingespielten Künstler weiterziehen.

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