Düren-Lendersdorf - Kontrast von Leben und Tod fasziniert Künstler

Kontrast von Leben und Tod fasziniert Künstler

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Zeigt einen Überblick über sein künstlerisches Werk von den Anfängen 1983 bis zur Gegenwart in der Akademie für Bildende Kunst in NRW: Der Künstler und Dozent Jens Dummer. Foto: Andreas Bongartz

Düren-Lendersdorf. Jens Dummer ist Pragmatiker durch und durch. Auf die Frage nach dem Anlass für die Schau seiner Werke in den Räumen der Akademie für Bildende Kunst in NRW in Lendersdorf erwidert der Künstler ein nüchternes „Weil ich noch nie hier ausgestellt habe”.

Ganz so trivial ist es allerdings dann doch nicht, ist Dummer doch seit Jahrzehnten bereits als Dozent an der Akademie tätig und möchte mit der Ausstellung „von - bis” seinen Studenten einen Überblick über sein künstlerisches Schaffen bieten. Daher rührt auch der Titel der Schau „von - bis”: Jens Dummer präsentiert in Lendersdorf seine ersten künstlerischen Schritte von 1983 bis hin zu aktuellen Werken diesen Jahres.

Dabei lässt sich sein künstlerisches ouevre grob in Zeichnungen und Malerei unterteilen. Mit Blei- oder Farbstift schafft Dummer feine Zeichnungen, seine Öl auf Holz-Werke wiederum zeichnen sich durch einen starken Farbhieb aus. „Was ich nicht zeichnen kann, muss ich malen,” so der Künstler, der eigentlich vom Zeichnen kommt, aber beide Ausdrucksformen schätzt.

Die Motive seiner Arbeiten schöpft der Meisterschüler von Anatoli Herzfeld häufig aus Mythologie und Literatur. Immer wieder finden sich Skelette oder Totenköpfe in seinen Gemälden. „In erster Linie, weil sich Skelette wunderbar zeichnen und malen lassen.” Und weil sich der Kontrast von Leben und Tod so leicht darstellen lässt. Leben und Tod - das Hauptthema des menschlichen Daseins findet auch in Dummers Werke Eingang.

Gleichzeitig entstehen Jens Dummers Bilder häufig aus einer subjektiven Perspektiven heraus. Gerne wählt er das Sujet des Selbstportraits. „Ich gehe sehr subjektiv an die Welt heran, so wie andere Leute Tagebücher schreiben, mache ich Selbstportraits.” Ohnehin liege die letzte Möglichkeit neue Kunst zu schaffen, in einer subjektiven Herangehensweise. „Die verschiedenen Stilrichtungen haben wir alle gehabt, die zweidimensionale Fläche ist malerisch ausgelotet, mehr ist an Stilmitteln nicht drin.” Erst duch eine subjektive Sichtweise werde Kunst interessant.

Insofern lässt sich Jens Dummer vielleicht als subjektiver Realist bezeichnen. Einer, der die Gegenstände durch sein Temperament in Bilder transformiert. Die Ausstellung „von - bis” ist noch bis zum 11. Dezember in der Akademie für Bildende Kunst in NRW in Lendersdorf zu sehen. Sie kann während dieser Zeit dienstags, mittwochs und donnerstags von 15 bis 19 Uhr sowie samstags von 11 bis 15 Uhr besichtigt werden.

Zur Finissage am Sonntag, 11. Dezember, um 11.30 Uhr, wird der Künstler Jens Dummer zudem aus seinem schriftlichen Werk vorlesen.
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