Kommunalwahlen: In Nideggen fehlen schlüssige Zukunftskonzepte

Von: Burkhard Giesen
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Nideggen. Aus Nichts möglichst viel machen und Nideggen aus den Schlagzeilen heraus zu halten - so könnte man die Maxime für die kommende Legislaturperiode beschreiben. Kaum eine Kommune steht so nah am finanziellen Abgrund, wie der Touristenmagnet Nideggen.

Und dafür, dass die Stadt de facto pleite ist, hat sich in den letzten Jahren erstaunlich viel getan. Das Dienstleistungszentrum wurde gebaut, die neue Jugendherberge wird im kommenden Jahr folgen. Die Sanierung des Zülpicher Tores wird in Angriff genommen, das Haus Schumacher ist bereits abgerissen.

Viele weitere Punkte wurden gerade in den letzten Monaten mit dem Konjunkturpaket der Bundesregierung in Angriff genommen und müssen jetzt Stück für Stück umgesetzt werden. Und auch die Infrastruktur ist im Vergleich mit anderen Kommunen dieser Größenordnung nahezu als üppig zu bezeichnen.

Dabei geht nun auch Nideggen den Weg, der in den nächsten fünf Jahren konsequent weiter gegangen werden muss: Geld lässt sich nur einsparen, wenn die Bürger und Vereine im Ehrenamt gefördert werden und Aufgaben übernehmen, die bisher von der Stadt erledigt wurden. Und die Schlagzeilen? Für viele haben Bürgermeister und Politik selbst gesorgt - nicht im positiven Sinne.

Immense Schuldenlast

Alle Parteien und Kandidaten wollen zum Wohle der Stadt arbeiten, daran müssen sie sich auch nach der Wahl erinnern lassen, wenn das Nideggener Parteiengezänk von vorne losgehen sollte, denn die Hauptaufgabe, die Stadt von der immensen Schuldenlast zu befreien, können Politik und Verwaltung im Sinne der Bürger nur gemeinsam angehen.

Dies gilt auch für einen anderen wichtigen Punkt: Es fehlt immer noch ein schlüssiges Konzept, wie sich die Stadt für Touristen positionieren kann, um mehr Kapital aus diesem Bereich zu schlagen. Diese Aufgabe muss der kommende Stadtrat gemeinsam stemmen und das Konzept schrittweise umsetzen.
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