Kommentiert: Zum Wohle der Stadt?

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Kommentiert: Zum Wohle der Stadt?

Ein Kommentar von Burkhard Giesen

Es hätte so leicht sein können: Der Rat schreibt die Stelle des Technischen Beigeordneten aus, schaltet eine Personalagentur ein, man sucht den besten Bewerber aus und wählt ihn. Bei der Direktorenstelle für Dürens Museen ist das gelungen. Einvernehmlich. Aber da geht es nur um Kultur. Nicht um Macht, nicht um Parteibücher.

Man könnte also dankbar dafür sein, dass der Versuch einen Kandidaten zu wählen, bei dem große Teile des Rates offenkundig Bedenken hatten, gescheitert ist. Wäre da nicht die Vorgeschichte, dass die Politik bei der Besetzung dieses Postens schon vor sechs Jahren ein desaströses Bild abgegeben hat und man nichts daraus gelernt hat.

Selbst die CDU kann die Neuausschreibung kaum als Erfolg verbuchen, weil es im Umkehrschluss bedeutet, dass in Zeiten wichtiger Themen für die Stadt – vom Masterplan bis zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus oder Schulsanierungen – nun erneut länger als geplant eine der maßgeblichen Stellen in der Verwaltung vakant bleibt. Das sehenden Auges in Kauf zu nehmen, ist fahrlässig und kann nur dazu führen, jetzt endlich gemeinsam zu handeln – zum Wohle der Stadt und nicht zum Wohle einer Partei oder Koalition.

 

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