Kommentiert: Die Zeit muss es zeigen

Von: Ingo Latotzki
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Die Stadt Düren hat sich den Rückkauf von Stadtwerke-Anteilen knapp 30 Millionen Euro kosten lassen. Angesichts niedriger Zinsen hat sich der Stadtrat entschlossen, derart zu investieren. Außerdem, weil es bilanztechnisch für die 30 Millionen einen Gegenwert gibt, nämlich die Stadtwerke selbst.

 Das ist zu vergleichen mit einem privaten Hauskauf, der auch kreditfinanziert ist und für den es das Haus selbst als Gegenwert gibt. Was aber hat der Bürger nun von dem Rückkauf, der auf jeden Fall die Schulden der Stadt weiter in die Höhe treibt?

Der designierte Aufsichtsratsvorsitzende Henner Schmidt bringt neue Geschäftsfelder ins Spiel, von denen die Stadt profitieren könnte: Die SWD könnten über eigene Kabel ein schnelles Internet anbieten, womöglich im Verbund mit lokalen Partnern.

Sie könnten Elektroautos in neuen Wohngebieten auf dem „Car Sharing“-Prinzip vermieten. Das sind lokale Projekte, die allerdings den Erweis noch erbringen müssten, finanziell tragfähig zu sein. Die Preise für Strom, Gas und Wasser werden sich auch weiter am überregionalen Markt orientieren, anders geht es kaum.

Ob der Rückkauf tatsächlich lukrativ war, wird sich zeigen. Niemand kann vorhersagen, wie sich der (derzeit angespannte) Energiemarkt entwickeln wird.

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