Düren - Kölner Band „Karpatenhund” spielt in der Fabrik für Kultur und Stadtteil

Kölner Band „Karpatenhund” spielt in der Fabrik für Kultur und Stadtteil

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Ein schräger Bandname, aber geradlinige Musik: Die Kölner Gruppe „Karpatenhund” spielt am 26. März in der Fabrik für Kultur und Stadtteil.

Düren. Pop zwischen den Extremen populistisch und subversiv - das ist schon fast die vielzitierte Quadratur des Kreises. An genau diesem Kunststück versucht sich die Kölner Band „Karpatenhund” allerdings bereits seit dem Jahr 2003.

Wie weit die Gruppe um Sängerin Claire Oelkers dabei gekommen ist, davon kann man sich am Freitag, 26. März, live in der Fabrik für Kultur und Stadtteil (ehemals Becker & Funck) überzeugen. Dort spielt die Gruppe nämlich das einzige Konzert ihrer Frühjahrstour in der Region.

Zu hören gibt es dann grob gesagt Pop mit deutschen Texten. Grob gesagt heißt dabei vordergründig, denn von Sound sowie Kalenderblatt- und Erbauungslyrik der Radiowiedergänger wie „Silbermond” oder „Juli” ist man bei „Karpatenhund” weit entfernt.

Ecken und Kanten

Der schräge Name der Gruppe verrät es schon: Hier gibt es eingängige Melodien mit jeder Menge Ecken und Kanten inklusive textlichem Tiefgang zu hören. Selber ordnen sich die Musiker Oelkers, Stefanie Schrank (Bass, Syntheziser), Björn Sonnenberg (Gitarre), Saskia von Klitzing (Schlagzeug), Jan Niklas Jansen (Gitarre), Jennifer Jasmin Keßler (Gitarre) und Mia Becker (Livesound) zwischen den Polen Indie, New Wave und Powerpop ein.

Das passt, hört man doch in ihrer Musik jede Menge kleine und große Verweise auf Gruppen wie „The Cure”, „Pulp” oder auch die „Beatles”, arrangiert mit Bläsern, Keyboards und kleinen Chören. Schmeicheln die Musiker mit ihren Liedern die Ohren, geht es inhaltlich ans Eingemachte. In Liedern wie „Hier wächst nie wieder was”, „Alles ist schief gegangen” oder „Plastic Soul” gibt es alles andere als leicht verdauliche Wohlfühlrhetorik zu hören.

Man bewegt sich zwischen den Extremen: Hier die „DIY”-Attitüde der Punkszene, dort MTV und das ARD-Vorabendprogramm. Im Öffentlich-Rechtlichen fand die Gruppe 2006 große Beachtung als ihre Single „Gegen den Rest” Titelsong der beliebten Serie „Türkisch für Anfänger” wurde. Gleichzeitig schafft man den Spagat und bewahrt sich die eigene Szene-Credibility, so stammt die Trommlerin Saskia von Klitzing nicht nur aus dem Kreis Düren (Jülich), sondern hat in dem Düsseldorfer Rock-Urgestein „Fehlfarben” noch ein zweites musikalisches Standbein.

Zuerst „Oh, Napoleon”

Im Vorprogramm von „Karpatenhund” ist in Düren die Newcomerband „Oh, Napoleon” zu sehen. Die Gruppe um Frontfrau Katrin Biniasch kommt aus Krefeld, wurde vom Manager der Sportfreunde Stiller entdeckt und wurde von der Süddeutschen Zeitung als „netteste Newcomerband seit fünf Jahren” gelobt.

Das Konzert in der Fabrik für Kultur und Stadtteil (Binsfelder Straße 77) beginnt um 19.45 Uhr, Einlass ist um 18.45 Uhr. Die Karten kosten im Vorverkauf zwölf, an der Abendkasse 14 Euro, ermäßigt acht. Es gibt sie im Bürgerbüro der Stadt Düren.
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