Knacki Deuser lässt das „Komm“ lachen

Von: Kristina Wollseifen
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Wenn Knacki Deuser auftritt, ist ein unterhaltamer Abend vorprogrammiert. Foto: Kristina Wollseifen

Düren. Dass er immer wieder für eine Überraschung gut ist, hat er auch im Dürener „Komm“ gezeigt: Dort ist Klaus-Jürgen Deuser alias Knacki Deuser mit seinem Programm „Mist, mir geht’s gut – Ausgabe 2013“ aufgetreten und hat mit versteckten und unerwarteten Pointen, einem überzogenen Minenspiel und ausladenden Tanzkünsten für einen kurzweiligen und vor allem witzigen Abend gesorgt.

Im Mittelpunkt der Vorstellung steht das menschliche Wohlbefinden und im speziellen das der Deutschen. „Wenn ich auf jemanden treffe, der nicht jammert, werde ich nervös“, erklärt Knacki Deuser. Und wenn er selber einmal zwei Tage hintereinander gut gelaunt sei, mache er sich Sorgen um seine Gesundheit.

Mit viel Humor, aber auch mit einem gewissen Wahrheitsgehalt, nimmt er die deutsche Leidensgesellschaft und das zwanghafte Mir-kann-es-nicht-gut-gehen auf die Schippe. Der größte Sorgenverursacher sei aber der Erfolg, mit dem man in Deutschland nicht umgehen könne.

Ganz anders sieht es da doch schon in Amerika aus: Dort gibt es im Vergleich zu Deutschland noch richtige Helden, dort wird nicht viel diskutiert und vor allem sind dort alle gut drauf. Deuser stellt das fest, während er Anekdoten aus dem Leben mit seiner amerikanischen Frau und von gemeinsamen Amerika-Reisen erzählt.

Da ist Chuck Norris, der in Amerika als Experte für Grenzpolitik gilt, und da ist die Straßen-Grill-Party, die abgehalten wurde, weil er und seine Frau eine Autopanne hatten. Knacki Deuser versteht sich darauf, menschliche Charakterzüge originell auszuarbeiten und in unterhaltsame Geschichten zu verpacken.

Der Freund, der zum Weinkenner und Feinschmecker mutierte und sich überheblich und eingebildet verhält. Oder Rentner, die das Risiko suchen und gerne einmal ohne auf den Verkehr zu achten die Straße überqueren – wenn was passiert, wird halt Anzeige erstattet. Mal ist er wütend und regt sich tierisch auf, dann ist er wieder ernst und erzählt mit einem Schmunzeln von den Erziehungsmaßnahmen seiner 12-jährigen Tochter.

Dass der Comedian seit 30 Jahren in Köln lebt, bleibt nicht lange unbemerkt. Denn neben der Italien-Wahl, Doktortitel-Quittungen und einer Best-of-Steuer-CD (featuring Uli Hoeneß) thematisiert er auch das kölsche Lebensgefühl.

„Düren hat genau wie Köln Supermärkte mit Kassen“, meint er. „Doch statt der Warteschlangen dahinter haben wir Polonaisen.“

Dass in der Domstadt anscheinend nur gefeiert und geschunkelt wird, unterstreicht er mit einem Beispiel für männlichen Tanz, in dem vier Rhythmen gleichzeitig auf ein Lied getanzt werden. Deuser kann aber auch den Breakdance an der Gehhilfe oder den Dienstgrad eines Bundeswehrsoldaten tanzen. Genauso ausdrucksstark lässt er einfach nur seine Mimik und Gestik spielen, und stellt mit Händen und Füßen verschiedene Länder nach.

Knacki Deuser ist Kabarettist mit Leib und Seele und weiß einfach, wie er Pointen auf die Spitze treiben kann. Er weiß aber auch, dass er schuld ist, wenn es dem Publikum nach der Show nicht gut geht. Aber darüber muss er sich nun wirklich keine Sorgen machen.

Am Dienstag, 28. Mai, 20 Uhr, wird die Comedy-Reihe der Stadtwerke Düren (SWD) mit dem politischen Kabarett „Pause und Alich als Fritz und Hermann“ im Haus der Stadt abgeschlossen.

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