Kloster wartet auf viele Besucher

Von: Sandra Kinkel
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Auch das Kloster Wenau öffnet
Auch das Kloster Wenau öffnet am „Tag des offenen Denkmals” seine Pforten. Heute gehört Wenau zur katholischen Pfarrgemeinde St. Martin in Langerwehe. Foto: Sandra Kinkel

Langerwehe-Wenau. „Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert” ist das Thema des Tages des offenen Denkmals am Samstag, 11. September, und aus dem Kreis Düren machen insgesamt 16 Denkmäler mit. Eins davon ist das Prämonstratenserkloster Wenau mit der angrenzenden Klosterkirche St. Katharina.

„Wir können hier nichts zum aktuellen Motto des Denkmaltages machen”, sagt Pfarrgemeinderatsvorsitzender Arno Kaminski. „Kloster Wenau stammt aus dem 12. Jahrhundert. Bei uns geht es ums Mittelalter.”

Das Kloster Wenau blickt auf eine sehr bewegte Geschichte. Es wurde vom Grafen Walram III. Paganus von Limburg gestiftet. „Unser Kloster”, so Arno Kaminski, „ist häufig zerstört worden. Aber es hat allen Angriffen getrotzt.” Im dritten Geldrischen Erbfolgekrieg wurde das Kloster von Kaiser Karl V. und seinen Männern geplündert, Ludwig IVX. und die Franzosen haben 1642 in Wenau gehaust, und auch beim Erdbeben von Lissabon 1755 hat das Kloster schlimme Schäden davon getragen.

Arno Kaminski: „Das Erdbeben war am 1. November. Und die Folgen waren für Wenau so schlimm, dass die Nonnen, die damals hier in Wenau lebten, noch Ostern in Bretterverschlägen untergebracht waren.”

Der Einfluss des Wenauer Klosters war zur damaligen Zeit sehr groß. Kaminiski: „Die Schutzburg von Kloster Wenau war die Laufenburg. Von Wenau aus wurde bestimmt, wer in Nothberg Pfarrer wurde. Und es gab bis ins Dürener Land landwirtschaftliche Betriebe, die ,Wenauer Höfchen hießen und Abgaben ans Kloster zu zahlen hatten.”

Arno Kaminski weiter: „1802 wurde das Kloster dann aufgelöst, zwei Jahre später wurde die Pfarrgemeinde St. Katharina gegründet.”

Große Teile der Klosterkirche wurden für karitative Zwecke und die Dorfschule genutzt. Arno Kaminski: „Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Kirche und die Gebäude der ehemaligen Klosteranlagen restauriert. Und heute gehört diese Anlage hier in Wenau sicher zu den bedeutendsten und schönsten in der Region.”

Das ist auch mit ein Grund, warum die Verantwortlichen von Wenau sich entschlossen haben, beim Tag des offenen Denkmals mitzumachen. „Es gibt einen sehr großen Drang bei vielen Leute, diese Kirche und die Klosteranlage zu besichtigen. Deswegen haben wir auch an jedem ersten Sonntag im Monat geöffnet.”

Kirche und Kloster St. Katharina in Wenau beteiligen sich seit über zehn Jahren am Tag des offenen Denkmals.

Das Programm beginnt um 9.30 Uhr mit einer Messe. Anschließend werden Kirchenführungen angeboten. Für mittelalterliches Flair sorgt das Mittelalterprojekt „Tempora Nostra”. Es wird auch mittelalterliche Speisen geben.

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