Düren - Klimaengel am Tannenbaum

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Klimaengel am Tannenbaum

Von: Andreas Bongartz
Letzte Aktualisierung:
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Ist denn schon Weihnachten? Mitarbeiter der Dürener Verbraucherzentrale zogen gestern als Engel verkleidet durch die Innenstadt, um die Menschen über ihre Möglichkeiten klimaschützend einzukaufen, zu informieren. Eine Hilfe sind dabei die vielen verschiedenen Label und Foto: Andreas Bongartz

Düren. Haben Sie schon einen? Einen Weihnachtsbaum? Falls der Tannenbaum für das Fest schon besorgt wurde, stammt der Baum aus der Region oder wurde er von weit her importiert? Ob Tannenbaum, Weihnachtsgans oder Geschenke mitsamt Verpackungen - in der Adventszeit laufen Verbraucher Gefahr, so manche Klimasünde zu begehen.

CO2 lautet das Stichwort, deutsche Haushalte tragen nämlich nicht unwesentlich zur Produktion von Kohlendioxid (CO2) bei. So gingen nach Angaben des Umweltbundesamtes 2005 umgerechnet 116,2 Millionen Tonnen Kohlendioxid auf das Konto privater Haushalte, aber nur 104,6 Millionen Tonnen auf das der deutschen Industrie.

„Jeder kann etwas tun, um CO2 einzusparen”, sagt deshalb Hildegard Dapper, die Leiterin der Dürener Verbraucherzentrale. Die Beratungsstelle für Verbraucher hat deshalb am Freitag in der Innenstadt eine Aktion gestartet, mit der man Aufmerksamkeit auf das Thema lenken wollte.

Und Aufmerksamkeit war den beiden Mitarbeitern der Verbraucherzentrale sicher, die als weißgewandete Engel durch die Fußgängerzone zogen. „Werden Sie ein Klima-Schutzengel” lautete der Titel der Aktion der Verbraucherzentrale. „Man sollte beim Geschenkekauf auf bestimmte Label achten”, erklärt Andrea Schwahn, regionale Klimaberaterin der Verbraucherzentrale. Derer gibt es viele: Der blaue Energy Star beispielsweise zeigt bei Flachbildfernsehern, PCs oder Scannern an, dass sie wenig Energie verbrauchen, das bekannte Bio-Siegel weist auf gesundes und klimaverträgliches Obst und Gemüse hin.

Man sollte zudem darauf achten, Lebensmittel aus der Region zu kaufen, sagt Andrea Schwahn. Und der Weihnachtsbaum? „Man sollte sich speziell erkundigen, ob der Verkäufer ein FSC-Siegel hat”, so Andrea Schwahn. Das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) kennzeichnet Holz und Holzprodukte aus nachhaltiger Waldwirtschaft. Die Klimaberaterin: „Wenn es schon nicht das FSC-Siegel gibt, dann sollten die Bäume wenigstens aus der Region stammen.”
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