Düren - Kleine Kunstwerke aus Papier werden zu Geschenken

Kleine Kunstwerke aus Papier werden zu Geschenken

Von: Anja Klingbeil
Letzte Aktualisierung:
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Fotos und Bilder auf Zinkleinwänden: Pit Goertz hält zusätzlich Geschenke bereit. Foto: Anja Klingbeil

Düren. Pit Goertz liebt den Überraschungsmoment. Unerwartet und plötzlich soll er sein. Das hat den ein oder anderen des öfteren bereits erschreckt. Dabei hat der Künstler nur die allerbesten Absichten. Pit Goertz macht Geschenke. Vielen, die er einfach so auf der Straße trifft.

Dazu braucht er keinen Anlass wie etwa Geburtstag oder Weihnachten. Pit Goertz verschenkt Kunst. Solche, die er Abend für Abend herstellt. Dazu hört er „Clapton intravenös”.

Auch bei seiner Ausstellung „Rettung vor Karneval” wird Pit Goertz Kunst verschenken. „Ein selbstgefertigtes Kunstwerk aus Papier”, sagt der 54-Jährige. Mehr möchte er noch nicht verraten. „Sonst wird das ja mit der Überraschung nichts mehr”, erklärt er. In seinem „Brotjob”, wie Goertz ihn selber nennt, ist er künstlerischer Leiter des Schlosses Burgau. „Nur von meiner Kunst alleine kann man eben keine Familie ernähren”, sagt Goertz.

Seine neue Ausstellung in der Galerie im Komm - Eröffnung am Freitag, 15. Januar, und Finissage am Freitag, 26. Februar, jeweils 19 Uhr -Êzeigt er neben 13 Arbeiten auf Zinkblech auch 60 fotografische Werke. Kuriose Details, aber auch idyllische Landschaftsmotive, die Goertz durch den Sucher seiner Kamera festgehalten hat. „Ich bin allerdings kein Fotograf. Denn ich kommentiere die Bilder, die ich gemacht habe.” So stehen nun mitten auf der einst leer fotografierten Wiese zwei Schweine. Dieses Glanzbild hat Goertz direkt auf das Foto platziert. Doch warum heißt seine neue Ausstellung nun ausgerechnet „Rettung vor Karneval”? „Das hat gar nichts damit zu tun, dass ich die närrische Zeit nicht mag”, versichert Goertz. Als Komm und Goertz überlegten, wann die beste Zeit für eine neue Ausstellung sei, wäre das eben die vor Karneval gewesen. „Das war die Rettung. Und so ist der Titel entstanden”, betont Goertz.

Was sagt denn eigentlich der Galerist dazu, dass Kunstwerke einfach verschenkt werden? „Ich habe gar keinen Galeristen”, sagt Goertz und lacht. Aber manche seiner Kollegen würden darüber schon die Nase rümpfen. Doch schreckt das den 54-Jährigen keineswegs ab. Vor fünf Jahren hat er mit den „Verschenkungen”, wie er es ausdrückt, begonnen. 3000 Bettelbecher hat er seitdem mitunter völlig fremden Menschen geschenkt. Seit einiger Zeit wechseln kleine Kunstwerke aus Papier mit buntem Acryllack bemalt den Besitzer. Die gibt es auch bei der Ausstellung „Rettung vor Karneval”. Erschrecken Sie also nicht, wenn Sie einfach mal etwas geschenkt bekommen.
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