Düren - Klaus Goslich: „Briefmarken sind eine Art Mikrokosmos“

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Klaus Goslich: „Briefmarken sind eine Art Mikrokosmos“

Von: kin
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Begeisterter Briefmarkensammler: Klaus Goslich. Foto: S. Kinkel

Düren. Der Philatelistenverband Mittelrhein mit über 2000 Mitgliedern hatte am Samstag zu einer großen Tagung nach Düren eingeladen, am Sonntag fand zudem der Tauschtag der Briefmarken-Sammler-Vereinigung Düren statt. Anlass für die „DN“ ein Interview mit Klaus Goslich zu führen. Der 61-jährige Lehrer ist Vorsitzender beider Institutionen.

Was macht für Sie den Reiz am Briefmarken sammeln aus?

Klaus Goslich: Ich sammele seit 1964 Briefmarken. Für mich ist die Briefmarke eine Art Mikrokosmos. Es ist spannend, Briefmarken zu sammeln. Und es fördert auch das Allgemeinwissen. Ich kannte schon als Kind viele Hauptstädte und habe fremde Sprachen kennengelernt, weil ich versucht habe, die Texte auf den Briefmarken zu entziffern.

Ist Briefmarken sammeln ein Hobby, das in Zeiten von Internet und Emails immer mehr verschwindet?

Goslich: Nicht unbedingt. Die Post bringt jedes Jahr immerhin 52 neue Marken heraus. Bei unserem Hobby geht es ja auch um Postgeschichte. Ich denke nicht, das Briefmarken sammeln total aus der Mode kommt.

Schreiben Philatelisten häufiger Briefe als andere Leute?

Goslich: Ja, das denke ich schon. Natürlich hat auch der Computer bei uns Einzug gehalten. Und wir kommunizieren auch damit. Aber ich glaube dass der Prozentsatz von Menschen, die den neuen Medien eher skeptisch gegenüberstehen, bei Philatelisten höher ist als bei anderen Leuten.

Beim Tauschtag der Briefmarken-Sammler-Vereinigung standen diesmal Kinder und Jugendliche besonders im Mittelpunkt. Ist es schwer, Nachwuchs zu finden?

Goslich: Ja. In der Grundschule begeistern sich Kinder noch für kleine bunte Bildchen, bei den weiterführenden Schulen sieht das schon ganz anders aus. Es sind meistens junge Leute, die sich für den musisch-künstlerischen Bereich interessieren, die auch für Briefmarken begeistern können.

Wie können Briefmarkenfreunde bei Ihnen aktiv werden?

Goslich: Das ist ganz einfach: Wer mitmachen möchte oder sich einfach für unsere Arbeit interessiert, ist herzlich eingeladen, bei einem unserer Tauschtage vorbeizukommen. Wir treffen uns immer am 1. Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr in Düren‘s Posthotel in der Josef-Schregel-Straße. Der Eintritt ist frei, alle sind herzlich eingeladen. Unsere Vereinigung hat 120 Mitglieder, wir sind die zweitgrößte Vereinigung im Philatelisten-Verband Mittelrhein.

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