Düren - Kirche schließt weitere Gebäude

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Kirche schließt weitere Gebäude

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
Kirche
Auch die Bonifatiuskirche soll geschlossen werden. Foto: Kinkel

Düren. Hans Tings, Pfarrer der Gemeinschaft der Gemeinden Sankt Elisabeth, weiß, dass die beschlossene Schließung der Pfarrkirche Sankt Nikolaus in Rölsdorf gerade für die Menschen in diesem Stadtteil schwer war: „Ein Drittel Einsparungen bei den Instandhaltungskosten der kirchlichen Gebäude zu erreichen, geht nicht ohne schmerzhafte Einschnitte. Aber genau das wird von uns gefordert.“

Die Rölsdorfer Nikolauskirche ist aber bei weitem nicht das einzige Gebäude der Gemeinden Sankt Elisabeth, dass demnächst nicht mehr mit Mitteln des Bistums Aachen unterstützt wird. Ebenfalls betroffen sind in Birgel Pfarrbüro und Pfarrheim, in Gürzenich Pfarrbüro, Gemeindezentrum, die ehemalige Bücherei und die Schlosskapelle, in Lendersdorf die Antoniuskapelle und die Michaelstube sowie in Rölsdorf neben der Kirche noch das Jugendheim. Insgesamt sollen 53.000 Euro pro Jahr eingespart werden.

Was mit den genannten Gebäuden passiert, soll jetzt in einem zweiten Schritt überlegt werden. Hans Tings: „Der Entwurf heißt nicht, dass die Kirche in Rölsdorf morgen geschlossen wird. Wir müssen uns aber mit der Zukunft der Kirche offensiv auseinandersetzen. Und die Frage klären, wie wir gewährleisten können, dass auch in Zukunft in Rölsdorf ein Raum da ist, in dem wir beten und uns versammeln können.“

Bis das geklärt ist, kann die Kirche weiter genutzt werden. Leider, so Tings, seien viele Kirchen für die Gemeinden zu groß geworden. „In den letzten 30 Jahren hat sich die Zahl der Gläubigen mehr als halbiert. Viele Krisen in und außerhalb der Kirche haben schmerzhafte Folgen hinterlassen,“ so Tings.

Kirchenvorstandsmitglied Ingo Schloemer, der wie berichtet am Freitag im Rahmen der Mundartmesse von der Schließung der Rölsdorfer Pfarrkirche berichtet hat, möchte einen Förderverein gründen, um die Nikolauskirche erhalten zu können. „Ohne die Kirche“, so Schloemer, „verliert unser Stadtteil eine Seele.“

Schloemer möchte sich mit Architekten an einen Tisch zu setzen, um einen Umbau der Kirche zu planen. „Ähnlich wie bei der Marienkirche“, sagt er. „Da ist das doch gut gelungen.“ Seit Freitag, so Schloemer weiter, hätten sich viele Rölsdorfer bei ihm gemeldet, um ihre Hilfe anzubieten. „Nur zu schimpfen nützt nichts. Vielleicht ist diese Situation auch eine Chance, dass die Gemeinschaft in Rölsdorf wächst, und wir etwas auf die Beine stellen.“

Pfarrer Tings wünscht sich darüber hinaus mehr Unterstützung vom Bistum Aachen. „Wenn wir zum Beispiel ein Pfarrzentrum für die gesamte Gemeinschaft der Gemeinden neu schaffen wollen, können wir das nicht vor Ort alleine bewerkstelligen.“

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