Langerwehe - Kindergarten in Jüngersdorf völlig verwüstet

Staukarte

Kindergarten in Jüngersdorf völlig verwüstet

Von: oha
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Im Büro der Kindergartenleite
Im Büro der Kindergartenleiterin rissen die Einbrecher Bücher und Akten aus den Schränken. Der Computer wurde mutwillig zerstört. In den übrigen Räumen sieht es nicht besser Foto: Ottmar Hansen

Langerwehe. Einbrecher ziehen derzeit eine Spur der Verwüstung durch Einrichtungen in der Gemeinde. Nachdem die Vandalen zuletzt ein Seniorenheim praktisch unbewohnbar machten, schlugen sie in der Nacht zu Samstag in der Kindertagesstätte „Spatzennest” in Jüngersdorf zu.

Alle Räume wurden derart zugerichtet, dass dort derzeit kein Kind mehr betreut werden kann.

Es war 12 Uhr am Samstag, als die Putzfrau wie gewohnt den Kindergarten ansteuerte. Beim Blick durch die verglaste Eingangstür fuhr ihr der Schreck in die Glieder. Überall lagen Einrichtungsgegenstände über den Flur verstreut, das Glas des von den Kindern so geliebten Aquariums war eingeschlagen. Die toten Fische (sechs konnten am Ende gerettet werden) lagen auf dem Boden.

Die herbei gerufene Kindergartenleiterin, Gertrud Wirth, alarmierte die Polizei. Die rückte mit der Spurensicherung an. Allen bot sich ein Bild des Grauens. Es gab fast nichts, was die Einbrecher heil gelassen hatten. Computerbildschirme wurden ebenso zerstört wie ein altes Tastentelefon, das die Kinder zum Spielen benutzten. Alle Bücher wurden aus den Regalen gerissen, in der Küche verteilten die Täter Kaffee und Mehl durch den ganzen Raum.

Sie sprangen auf Tetra-Packs mit Getränken, so dass der Inhalt Meter weit spritzte. Margarine schmierten sie an die Wände, dann hüpften sie offenbar auf einem Sofa herum. Selbst das Bullauge der Waschmaschine haben die Unbekannten eingeschlagen, ebenso sämtliche Spiegel auf der Toilette. Durch den ganzen Kindergarten weht derzeit ein Modergeruch.

Die Täter sind offenbar durch ein Bürofenster in das Haus eingestiegen und haben sich dann Raum für Raum vorgenommen. Was auffällig ist: Die Einbrecher knackten zwar auch Tresore, nahmen aber kein Geld mit. Stattdessen ließen sie die Konzertgitarre der Kindergartenleiterin, 25 Schoko-Nikoläuse und einige Dosen Limonade mitgehen.

Im Spatzennest werden 86 Kinder in vier Gruppen betreut. Noch am Samstag versuchte Gertrud Wirth, die Eltern der Kinder zu erreichen, um ihnen mitzuteilen, dass der Kindergarten zunächst geschlossen bleiben muss. Wirth: „Wir werden am Mittwoch vielleicht eine Gruppe aufmachen können, mehr aber auch nicht.” Die übrigen Kinder werden auf andere Einrichtungen verteilt werden müssen, bis das Spatzennest wieder „bewohnbar” ist.

„Die Eltern waren sehr nett und haben sofort ihre Hilfe angeboten”, betont Wirth. Zuerst müsse aber nun ein Reinigungstrupp ran. Die Verletzungsgefahr bei all den Scherben sei zu hoch. Die Kindergartenleiterin regt an, das Gebäude durch eine Alarmanlage zu sichern. „Die können ja jederzeit wiederkommen.”
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