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Kinder vor ihren Eltern schützen

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Immer häufiger müssen Kinder und Jugendliche aus problematischen Familien genommen und zu ihrem eigenen Schutz für eine gewisse Zeit ins Heim gebracht werden. Foto: Archiv

Düren. Das Jugendamt der Stadt muss sich immer mehr um Kinder kümmern, deren Wohlergehen in ihrer eigenen Familie gefährdet ist. 141 Kinder waren vergangenes Jahr zu ihrem eigenen Schutz im Kinderheim, 115 Kinder in Pflegefamilien.

Hinzu kommen viele Fälle, in denen Mitarbeiter des Jugendamtes oder anderer Organisationen zu den Eltern gehen und vor Ort bei der Betreuung der Kinder helfen, damit es nicht zu Vernachlässigung oder Gewalttaten kommt.

13,48 Millionen Euro gab die Stadt 2008 für die „Hilfen zur Erziehung” aus. Im Jahr zuvor waren es nur 12,66 Millionen Euro, allerdings auch „nur” 112 Heimfälle und 87 andere Betreuungsfälle.

Schuld an der Steigerung ist unter anderem der „Kevin-Effekt”. Zur Erinnerung: Im Herbst 2006 wurde Kevin K. im Alter von zwei Jahren tot in der Bremer Wohnung seines Vaters gefunden. In einem Plastiksack im Kühlschrank. Dort hatten die Jugendbehörden versagt und Hinweise auf die Gewalttätigkeiten und den Drogenkonsum des Vaters missachtet.

„Seither sind Kindergärten, Ärzte, Familienangehörige oder Nachbarn stärker sensibilisiert”, sagt Manfred Savelsberg, Leiter des Jugendamtes. Und alarmieren schon bei Verdachtsfällen auf Kindesmisshandlung die Behörden.

So gingen beim Dürener Jugendamt vergangenes Jahr 121 Hinweise auf eine Kindswohlgefährdung ein, in 21 Fällen musste das Kind dann als Konsequenz aus der Familie genommen werden.
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