Düren - Kinder- und Jugendförderung: Kreis Düren schließt Vertrag mit dem Land

Kinder- und Jugendförderung: Kreis Düren schließt Vertrag mit dem Land

Von: Ottmar Hansen
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Landrat Wolfgang Spelthahn (links am Tisch) und Staatssekretär Günter Winands (vorne rechts) unterzeichneten den Vertrag. Im Hintergrund Schüler, Politiker und Bürgermeister aus dem Kreis Düren. Foto: Ottmar Hansen

Düren. Kinder und Jugendliche im Kreis Düren sollen künftig besser gefördert werden. Als erste Region in Nordrhein-Westfalen hat der Kreis Düren am Mittwoch einen Kooperationsvertrag mit dem Schulministerium des Landes NRW abgeschlossen.

Der Inhalt: Im Kreis Düren wird ein Bildungsnetzwerk aufgebaut, an dem sich neben den Schulen auch die Eltern, Vereine, Handwerkerschaft, Industriebetriebe, VHS , Kirchen, Polizei oder die Musikschule beteiligen sollen.

Um die einzelnen Beiträge zu bündeln und die Schulen zu beraten, wird im Kreishaus eine regionale Geschäftsstelle eingerichtet. Besetzt mit einer pädagogischen Kraft samt Sekretärin - bezahlt aus Landesmitteln.

Im Rahmen einer Feierstunde setzten Landrat Wolfgang Spelthahn sowie Staatssekretär Günter Winands ihre Unterschrift unter den Vertrag. Spelthahn hatte zuvor vier Handlungsfelder der Zusammenarbeit aufgelistet. So sollen die Schulen im Kreis mehr Eigenverantwortung übernehmen, die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler soll verbessert werden, Kinder und Jugendliche aus Zuwanderungsfamilien sollen besser integriert werden, der Übergang von der Schule in den Beruf soll künftig problemloser gelingen.

„Alle, die mit Bildung zu tun haben, sollen künftig zusammen arbeiten”, betonte der Staatssekretär. Vor allem im Nachmittagsunterricht biete sich noch reichlich Gelegenheit der Beteiligung von außen. Winands: „Die Eltern erwarten heute auch außerhalb des normalen Vormittagsunterrichts ein Bildungsangebot für ihre Kinder.”

Als Beispiel nannte der Staatssekretär die Musikschule oder Sportvereine: „Sie können mit Nachmittagskursen in der Schule „Kinder erreichen, an die sie sonst niemals heran gekommen wären.” Betriebe, die sich in der Schule engagieren, könnten die Berufsorientierung der Jugendlichen erleichtern. Zugleich seien alle diese Angebote ein Mittel, die Integration von aus dem Ausland zugezogenen Kindern zu bewältigen. Winands: „Das ist die Generation von morgen, die muss gefördert werden.”

Axel Buch (Hürtgenwald) sagte in Vertretung der Bürgermeister im Kreis Unterstützung zu. Zugleich forderte er jedoch eine bessere Ausstattung der Schulen und mehr Lehrkräfte.

Die kleine Feierstunde wurde umrahmt von musikalischen Beiträgen und kleinen Aufführungen der Hauptschule Birkesdorf, der Johannes-Grundschule und der Erich Kästner-Schule.
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