Kinder leben Traum im Circus Phantasia

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Im Mitmach-Zirkus „Phantasia“ wurden die Stockheimer Kinder zu kleinen Artisten.

Stockheim. Welches Kind träumt nicht davon, unter der Kuppel des Zirkuszelts selbst einmal am Trapez zu schweben, wie ein Musketier das blitzende Schwert zu schwingen oder das Publikum als Feuerspucker in blankes Entsetzen zu versetzen? Die Kinder der Katholischen Grundschule Stockheim und der Kita St. Andreas Stockheim haben diesen Traum gelebt – mit dem Circus Phantasia.

Eine Woche lang hat ein leuchtend rotes Zelt auf dem Bolzplatz neben der Turnhalle die Kinder fasziniert: Circus Phantasia ist ein Mitmach-Zirkus mit erfahrenen Künstlern, unter ihnen Wettkönigin Sabrina Wasserthal, die im Sommer 2010 bei der ZDF-Show „Wetten, dass?!“ auf Mallorca ein Millionen-Publikum mit einem Traktor-Rad als Hula-Hoop-Reifen in Atem hielt. In Stockheim trainierten sie und ihre Kollegen Lars Wasserthal, Sandy Renz, Nicole Renz, Markus Adrian, Nina Renz und Jenda Largon die Kinder für eine Zirkusaufführung mit Clowns, Jongleuren, Artisten, Fakiren, Musketieren, Zauberern, Seiltänzern und Schwarzlicht-Akteuren. Denn: Die Stars in dieser Manege waren die Kinder – und zwar alle.

Sie standen im Rampenlicht, als Circus Phantasia das Publikum nach „Phantasien“ entführte – in jenes Reich der Fantasie, das jeder Mensch mit dem Erwachsenenwerden leider hinter sich lässt.

Als Zirkusdirektor Lars Wasserthal das Startsignal zur Aufführung gab, verschlug es den 650 Zuschauern (Eltern, Großeltern, Geschwistern, Freunden) bei den beiden Aufführungen die Sprache: Die Kinder balancierten souverän auf dem Drahtseil, bewegten sich in schwindelnder Höhe anmutig am Trapez, Fakire legten sich ohne mit der Wimper zu zucken auf Scherben und Nagelbrett, jonglierten mit brennenden Stäben und spuckten Feuer.

Musketiere durchbohrten die Schwerterkiste, in der ein Kind saß (und unversehrt wieder herauskletterte), Jongleure wirbelten Bälle und Reifen durch die Luft. Artisten formierten sich zu den tollsten Figuren, Zauberer versetzten die Gäste mit ihren Tricks in Erstaunen. Dazwischen konnte man sich immer wieder über die putzmunteren kleinen Clowns freuen. Bei dem Sketch „Bienchen, Bienchen“ lachte das Publikum Tränen.

Zuletzt aber wurde es – wie bei der effektvollen Schwarzlicht-Choreographie am Anfang – besinnlich: Zirkusdirektor Lars Wasserthal erinnerte die Erwachsenen daran, dass auch sie einmal die Welt mit Kinderaugen gesehen haben. Dieses längst vergangene Lebensgefühl holte die Gäste wieder ein, als zum großen Finale alle mitwirkenden Kinder die Manege stürmten. Schließlich stimmte der Zirkusdirektor mit ihnen ein in das Lied, das während der Projektwoche zur Hymne wurde: „Er ist Clown in einem Zirkus“. Wenn die Kinder jetzt in den normalen Schulalltag zurückkehren, dann bleibt „Phantasien“ ein wunderschöner Teil ihres Lebens. In ihren Gedanken können sie immer wieder dorthin zurückkehren – in die Manege, in der sie ungeahnte Talente zur Entfaltung bringen konnten.

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