Kreuzau - KG „Ahle Schlupp“: Ein jeckes Feuerwerk abgebrannt

KG „Ahle Schlupp“: Ein jeckes Feuerwerk abgebrannt

Von: Anneliese Lauscher
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Die „Funkenknubbel“ sehen nicht nur gut aus, sie legten einen gekonnten Tanz aufs Parkett. Foto: Anneliese Lauscher
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Prinz Georg I. begeisterte seine Untertanen mit einer gelungenen Thronrede.

Kreuzau. Die 1. „Jruße Schluppesitzung“ der KG „Ahle Schlupp“ Kreuzau am Samstag war ausverkauft. Das erwartungsvolle Publikum ließ sich in der blau-weiß geschmückten Festhalle nach bewährter Manier mit bester karnevalistischer Kost verwöhnen.

Von Anfang an zeigte sich die Comet-Band wieder in Topform; die Jungs tröten nicht nur den Tusch an der richtigen Stelle, sie haben zu jeder Pointe ein musikalisches i-Tüpfelchen parat, eine humorvolle Zutat, die vom Kreuzauer Publikum mit herzlichem Applaus belohnt wird.

„Staatse Käel“

Prinz Georg I. ist seit seiner Inthronisation am 11.11. schon merklich aufgetaut. Der „staatse Käel“ muss sich nach wie vor die Witzchen des Präsidenten Peter Kaptain über seine schlanken Beine gefallen lassen. Schnell war das Eis gebrochen – wenn überhaupt welches da war. Der glückliche Prinz gestand seinen närrischen Untertanen, dass er jahrelang davon geträumt und überall das Lied „Eimol Prinz ze sin“ gesungen habe, auch in Bibione am Strand. „Jetz dröm ich net mehr, ich binnet“, rief er unter dem Jubel der Narren aus.

Das Programm war, wie man es beim „Ahle Schlupp“ gewohnt ist, ein schwungvoller, abwechslungsreicher Querschnitt durch alle jecken Spielarten. Was auffiel: Da sind einige talentierte junge Schluppen am Start, die haben den Schalk im Nacken! Beispielsweise „de Föttchesföhler“, fünf junge Männer, die sich eine ulkige Show ausgedacht haben: „The Lord of the Föttches“. Der irische Stepptanz ist nämlich vor einer besetzten Toilette entstanden, als Männer ungeduldig wartend in der Schlange anfingen zu hüpfen!

Glänzende Tanzdarbietung

Die „Funkenknubbel“ überraschten mit einem tollen Gardetanz, sie hatten ein „Bläck Fööss“-Lied umgetextet zu „Blau on wiess“ und legten eine glänzende Tanzdarbietung hin, schwangen die Knabüs und schmissen die Beine – „da werden sogar die Trainerinnen jeck“, hieß es in einer Liedzeile.

Als Babysitter stieg Willi Wink, der Vizepräsdent und Ehrensenator der Gesellschaft, in die Bütt, natürlich begleitet vom „Babysitter-Boogie“, den die Comet-Band spielte. Er klagte sein Leid als Opa und ließ das Publikum die Reime vollenden; so manches Malheur war passiert mit einem quirligen, unberechenbaren Enkel.

„De Krözaue Euro-Rettungsschirm“ spannte der Opernchor der KG auf; es handelte sich zwar nur um dekorative Papierschirmchen, doch über die originelle Gesangsnummer amüsierten sich die Zuhörer köstlich. Als sich im Promi-Café solch damenhafte Prominenz wie Trude Herr, et fussig Julche, Helene Fischer und Cindy aus Marzahn traf, da blieb kein Auge trocken. Ebenfalls die „Ladykracher“ landeten mit ihrem Schautanz einen Coup: Sie erinnerten an „40 Jahre Höhner – 11 Jahre Ladykracher“.

Zum Schluss hatte man die Programmzeit ein wenig überzogen, trotzdem verlangten die ausgelassenen Narren noch nach einer Zugabe, zu schön waren die „Kölsche Leeder“ der „Schluppe-Jäger“.

Sonntagssitzung

Wer die tolle Sitzung verpasst hat, bekommt am Sonntag, 3. Februar, 15 Uhr, noch die Chance, zünftig mit zu feiern: Es gibt noch Karten im Vorverkauf (Nachfrage unter Telefon 02422/6833).

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