Düren - Kellerbrand: Neunköpfige Familie hat Glück im Unglück

Kellerbrand: Neunköpfige Familie hat Glück im Unglück

Von: Stephan Johnen und Fred Schröder
Letzte Aktualisierung:
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Nicht mehr bewohnbar ist dieses Haus in der Von-Aue-Straße im Dürener Stadtteil Niederau nach einem Brand am späten Samstagabend. Foto: Stephan Johnen
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Einsatzkräfte der Feuerwehr unter Atemschutz brachten die Flammen schnell unter Kontrolle. Die Bewohner wurden mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Foto: Stephan Johnen Foto: Johnen

Düren. Dramatische Szenen haben sich in der Nacht zum Sonntag bei einem Kellerbrand an der Ecke Von-Aue-Straße/Kreuzauer Straße abgespielt. Während der 29 Jahre alte Familienvater im Keller versuchte, ein bei Bastelarbeiten entstandenes Feuer zu löschen, bahnten sich acht weitere Familienmitglieder durch dichten Rauch einen Weg auf die Straße.

Neben der Mutter war auch die älteste Tochter der Familie nach Informationen unserer Zeitung vor dem Eintreffen der Feuerwehr noch einmal im bereits völlig verqualmten Haus unterwegs, um alle Geschwister aus der Gefahrenzone zu bringen. Die 14-Jährige erlitt ebenso wie ihr Vater und dessen 20 Jahre alter Schwager eine Rauchvergiftung. Die Drei standen auch Sonntag noch unter medizinischer Beobachtung im Krankenhaus.

Die Feuerwehr rückte gegen 22.15 Uhr mit einem Großaufgebot an. Als die ersten Rettungskräfte eintrafen und bei der Evakuierung des Hauses halfen, schlugen die Flammen bereits aus dem Keller. Die mit Atemschutzgeräten ausgerüsteten Feuerwehrleute brachten das Feuer schnell unter Kontrolle. Gegen Mitternacht war der Einsatz abgeschlossen, die Löschgruppe Niederau stellte bis 2 Uhr eine Brandwache. Während der Löscharbeiten war die Kreuzauer Straße (L 249) gesperrt.

Trotz beherzter Suche der Feuerwehrleute konnten offenbar nicht alle Haustiere der Familie rechtzeitig aus dem verqualmten Haus geborgen und von einem Tierarzt versorgt werden. Da alle neun Familienmitglieder Rauchgas eingeatmet hatten, wurden sie vorsorglich ins Dürener Krankenhaus gebracht und untersucht. Die 29 Jahre alte Mutter und fünf weitere Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren verließen die Klinik bereits am Sonntagmorgen und sind bei Verwandten untergebracht.

Zwei Einsätze in Niederau

Das Haus der Familie an der Von-Aue-Straße ist derzeit unbewohnbar.  Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte sich bei Bastelarbeiten an einem Mofa auslaufender Kraftstoff entzündet. Die Ermittlungen dauern an.

Bereits am Freitagabend wurde die Wehr zu einem Brand nach Niederau gerufen. Ein Blaulicht-Szenario dieser Größenordnung hat die Wohngegend „Am Hinzenbusch“ wohl noch nicht erlebt: Mehr als ein Dutzend Feuerwehr-Fahrzeuge, Notarzt, drei Rettungswagen sowie drei Polizeifahrzeuge eilten nach Niederau. Gegen 21 Uhr wurde ein Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus gemeldet. Der Alarm erreichte die Dürener Feuerwehr unmittelbar vor Ende ihrer Jahreshauptversammlung, die in der Aula des Dürener Burgau-Gymnasiums stattfand.

Deshalb konnte die Feuerwehr in Minutenschnelle ein Großaufgebot an Personal und Fahrzeugen in Marsch setzen. Vor Ort stellte die Feuerwehr den Brand einer Waschmaschine fest. Der Rauch hatte sich durch das Treppenhaus ausgebreitet. Im ersten Stockwerk hatten sich mehrere Personen auf den Balkon zur Straßenseite begeben. Sie wurden über die Drehleiter herausgeholt und von einer Notärztin sowie dem Personal des Rettungsdienstes vor Ort und teilweise auch im Krankenhaus untersucht. Den Brand der Waschmaschine selbst hatte die Feuerwehr schnell unter Kontrolle. Nach ersten Erkenntnissen blieben alle beteiligten Personen ohne größere gesundheitliche Schäden.

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