Keine Kampfhundesteuer mehr für Alano

Von: oha
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alano köter
Zählt nicht mehr als Kampfhund: der Alano, eine spanische Hunderasse. Foto: Archiv/dpa

Niederzier. Trotz seiner Niederlage vor Gericht muss der Besitzer eines Alano im kommenden Jahr keine erhöhte Hundesteuer für Kampfhunde mehr zahlen. Ein einziger Alano wird derzeit in Niederzier gehalten. Bislang war diese Art neben Pitbull und American Staffordshire in der Rasseliste des Städte- und Gemeindebundes NRW als Kampfhund eingestuft.

Der Halter musste deshalb eine erhöhte Hundesteuer von 417,60 Euro statt 52,20 Euro jährlich zahlen. Zu Unrecht befand der Hundebesitzer, der keine Gefahr von seinem Tier ausgehen sah. Er zog vor das Aachener Verwaltungsgericht. Und unterlag.

Der Niederzierer bemühte allerdings die nächste Instanz und legte Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht (OVG) ein. Bevor es dort zu einer Verhandlung kam, nahm der Fall jetzt allerdings eine überraschende Wendung. Der Städte- und Gemeindebund aktualisierte seine Liste der gefährlichen Kampfhunde.

In der Beißstatistik unauffällig

Nicht mehr dabei: der Alano! Die Rasse existiere in abgrenzbarer Form gar nicht mehr, außerdem falle sie in der Beißstatistik nicht auf, heißt es. Über eine moderate Erhöhung der Hundesteuer insgesamt wird demnächst der Rat entscheiden.

In der Stadt Düren sind insgesamt 138 Kampfhunde gemeldet, wie Pressesprecher Helmut Göddertz auflistete. 76 Tiere davon fallen unter die Rubrik der Kampfhunde, die nur noch im Tierheim leben und nicht mehr gezüchtet werden dürfen. Die übrigen Hunde werden zwar als relativ gefährlich eingestuft, dürfen aber weiter gezüchtet werden.

In Düren ist die Hundesteuer für Kampfhunde noch relativ moderat. 400 Euro werden je Kampfhund und Jahr fällig, 2009 war es noch die Hälfte. Unter den 138 Kampfhunden in Düren sind zwei Alanos, wie Helmut Göddertz mitteilte. Auch deren Besitzer werden sich freuen, dass ihre Tiere aus der Liste des Städtetages herausgenommen wurden. In Langerwehe sind derzeit noch sechs Kampfhunde gemeldet. Es waren einmal mehr, doch einige Tiere von der Liste sind inzwischen verstorben. 453,40 Euro Hundesteuer werden für den gefährlichen Hund fällig, für alle anderen Hunde sind es 85 Euro. Ein Alano ist in Langerwehe nicht gemeldet. Auch in Hürtgenwald nicht. Für die beiden hier lebenden Kampfhunde werden je 660 Euro Hundesteuer (statt 66 für den anderen Hund) fällig. In Merzenich sind drei American Staffordshire Terrier gemeldet, die Hundesteuer beträgt hier jeweils 420 Euro statt 54 Euro
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